In der nachfolgenden Liste finden Sie die nächsten Jahrestage aktueller und historischer, deutschsprachiger Schachpersönlichkeiten.
Bitte beachten Sie auch unsere Gedenktafel, mit den Informationen zu in den letzten fünfzehn Monaten verstorbenen Persönlichkeiten.
Fohl stammte aus Hamburg. Er war Turnierleiter des DSB in den 1960er/70er Jahren und Internationaler Schiedsrichter seit 1959. Zudem war er Turnierdirektor der Schacholympiade 1970 in Siegen und Ehrenmitglied des Deutschen Schachbundes.
Rudolf Keller
(†)
Internationaler Meister (1950), Bruder von Edith Keller-Herrmann. Mit 22 Jahren wurde er 6.-9. bei der Deutschen Meisterschaft 1939 in Bad Oeynhausen. 1940 wiederholte er an gleicher Stelle diese Platzierung. Sein größter internationaler Erfolg war der 4.-5. Platz in Krakau 1943. Keller studierte Physik und spielte danach kaum noch Schach. 1949 wurde er sächsischer Landesmeister. Bis Ende der 1960er Jahre war er noch aktives Mitglied im Dresdner Klub, wo auch Uhlmann spielte.
Alexander von Gleich ist seit 2024 DSB-Vizepräsident für Finanzen. 2023 gehörte er dem Untersuchungsausschuss an, der die DSB-Finanzen kontrollierte.
Michael Zeitlein
Russisch-deutscher Großmeister (IM 1977, GM 1987), der in der Sowjetunion unter dem Namen Michail Zeitlin bekannter war. Seit 1997 spielt er für Deutschland. Von 2001 bis 2012 spielte er keine gewerteten Partien. Seit 2012 ist er wieder aktiv und spielt in der Oberliga für die Bremer SG.
Grzeskowiak war seit 1970 Internationaler Fernschachmeister und hessischer Meisterspieler. Er spielte seit seinem 20. Lebensjahr aktiv Schach. Er war Thüringer Landesmeister bevor er 1949 nach Gießen ging. Er spielte für den SC Königsspringer Frankfurt und später für den Gießener SK 1858. In den 1950er Jahren war er zweimal Hessischer Pokalsieger. Er wurde mehrfach Vereins- und Stadtmeister. Fernschach spielte er seit 1936. Grzeskowiak war mit der DSB-Referentin für Damenschach Margarete Grzeskowiak verheiratet. Er starb während einer Zugfahrt zum Schachturnier nach Baden-Baden. ["Felix wird 70 Jahre alt" in Deutsche Schachblätter 6/1980, S. 152, mit Foto]
Rechtsanwalt. Präsident des Hessischen Schachverbandes von 1972-76. Er war bis zuletzt schachlich aktiv und beim Sellhof-Cup am 27. Februar 2016 noch Nestoren-Sieger geworden. Er starb zwischen dem 13. und 19. Juni 2016. Von 1953 bis zu seinem Tod war er Mitglied bei den Schachfreunden Frankfurt/Main. In den letzten Jahren spielte er aktiv beim SV Oberursel. Thieme wurde am 27. Juni 2016 auf dem Alten Friedhof in Oberursel Süd beerdigt.
Präsident des Schachverbandes Schleswig-Holstein seit 14. Oktober 2021. Seit 2010 ist er beim SV Merkur Hademarschen aktiv.
Internationaler Meister. Sohn von Dieter Senff, dem langjährigen Vorsitzenden des SV Meschede. Bis zum Tod seines Vaters war Senff ebenfalls Mitglied im Verein.
Jefim Bogoljubow
(†)
Ukrainisch-deutscher Großmeister (1951), WM-Herausforderer 1929/34, Teilnehmer bei der Schach-Olympiade 1931 für Deutschland, Westdeutscher Meister 1949, Deutscher Meister 1925 und 31, Schachmeister des DSB 1952. Drei Tage vor seinem Tod gab Bogoljubow in Heilbronn noch eine Simultanvorstellung mit dem Ergebnis +31 =8 -6.
Ehemaliger Vorsitzender des Deutschen Blindenschachbundes (seit 1998) und ehemaliger Präsident der IBCA (International Braille Chess Association) [Nachruf] [Sterbeanzeige]
Carola von der Weth
DDR-Fernschachmeisterin 1983 aus Bad Langensalza. 1986 gewann sie unter ihrem Mädchennamen Manger die DDR-Meisterschaft der Frauen im Nahschach.
Generalsekretär des DSV der DDR. A-Trainer des Deutschen Schachverbandes. Vater von GM Uwe Bönsch und verheiratet mit Dr. Marion Kauke.
Präsident des Niedersächsischen Schachverbandes (NSV) von 1963 bis 66, 1972 bis 78 und nach einer sehr kurzen Präsidentschaft von Gerhard Willeke erneut von 1978 bis 91. Danach wurde der Celler Ehrenpräsident des NSV.
Einmaliger Nationalspieler der BRD im Länderkampf 1951 in Krefeld gegen Jugoslawien. Er wurde später Vereinspräsident von Turm Krefeld, wo er bis zum Jahr 2000 aktiv war.
Dennis Wagner
Wagner gehörte der sogenannten Prinzengruppe von Bundesnachwuchstrainer Bernd Vökler an. 2012 wurde er Internationaler Meister und 2015 Großmeister.
FIDE-Meister aus Hannover. 1981 und 1982 war er A-Jugendmeister in Niedersachsen, 1982 wurde er BRD-Meister in der A-Jugend. Von 1990 bis 1992 spielte er für den Bielefelder SK in der 1. Bundesliga. Seit 1980 war er Mitglied der Schachfreunde Hannover, einige Zeit auch 2. Vorsitzender. [Nachruf SF Hannover]
Otto Zander
(†)
Bundesleiter im Großdeutschen Schachbund von 1933 bis 1938. Kam während einer Dienstfahrt an der er als Obertruppführer der SA teilnahm, ums Leben.
Schachfreunde Buer. Bundesverdienstkreuz für seine Verdienste für die Schachorganisation bis hin zum DSB. Jahrelang ehrenamtlich Vorsitzender des Stadtsportbundes. Rechtsberater im Schachbund NRW. Zahlreiche Stadtmeisterschaftstitel von Gelsenkirchen. 1947 war er mit der Essener Schachgesellschaft Deutscher Mannschaftsmeister. 1931/32 Vereinsmeister des Oberhausener SV.
Zocher machte sich um die Entwicklung des Schachs in Ilmenau verdient. Seit 1991 gehörte er dem Ilmenauer Schachverein an, dessen Vorsitzender er von 2015 bis 2019 war. Vorher war er bereits Leiter der Sektion Schach der BSG Chemie Ilmenau. Zudem leitete er viele Jahre den Kreis- und Bezirksfachausschuss. Nach der Gründung des Thüringer Schachbundes nach der Wende war er bis 2000 erster Vizepräsident. Für seine Arbeit erhielt er gleich zweimal die Goldene Ehrennadel des Thüringer Schachbundes. [Nachruf]
Herbert Grasemann
(†)
Deutscher Aufgabenverfasser und Problemkomponist. Problemschach-Redakteur im Schach-Express (SCHACH), Deutsche Schachzeitung und Deutsche Schachblätter.
Schachmeister aus Karlsruhe. Er wurde 1922, 1924 und 1925 Badischer Meister. Von 1931-33 war er 1. Vorsitzender des Badischen Schachverbandes. Am 1. Oktober 1936 wurde er Mitglied des Schachklub Durlach. 1955, 1958 und 1962 wurde er Badischer Seniorenmeister. Am 12. April 1971 wurde das Theo-Weissinger-Gedenkturnier veranstaltet.
Ludwig Ernst August Bachmann
(†)
Regierungsdirektor. Süddeutscher Schachhistoriker, der durch seine zahlreichen Bücher sehr bekannt wurde. Über 30 Jahre lang Herausgeber des Schachjahrbuches. Als 16-jähriger Gymnasiast fand Bachmann durch die Deutsche Schachzeitung zum Schachspiel und zu seiner schriftstellerischen Ader. [DSZ 10/1926 S. 292]
Wilhelm Heinse
(†)
Guter Schachspieler und 1803 Autor von "Anastasia und das Schachspiel"
Präsident des Landesschachverbandes Mecklenburg-Vorpommern von 1990 bis 2000
Bis 2006 bei SK Marmstorf GW Harburg aktiver Meisterspieler aus Dresden. 1978 war er DDR-Meister der AK 13/14. Belke lebt und arbeitet in Wien und spielt beim SK Hietzing Schach.
Internationale Meisterin, heiratete 2003 den Schachspieler Holger Kiefhaber
Melanie Lubbe
Großmeisterin und Nationalspielerin. 2011 erhielt sie die Silberne Ehrennadel des DSB. Sie engagiert sich in der DOSB-Kampagne "Sport und Politik verein(t) gegen Rassismus". 2014 war sie Botschafterin der Schacholympiade in Norwegen. Am 5. Dezember 2015 heiratete sie (Geburtsname: Ohme) in Braunschweig IM Nikolas Lubbe.
Oliver Mihok
Mihok ist Großmeister. Er verbrachte seine Kindheit im Land Brandenburg, wo sein Vater (FIDE-Meister Laszlo Mihok) als Bauingenieur arbeitete. Bereits zu dieser Zeit war er sehr erfolgreich und wurde 2001 erster inoffizieller deutscher U8-Meister. Nach 2004 kehrte er mit seinen Eltern nach Ungarn zurück. Im Juni 2011 gewann er das GM-Turnier beim First Saturday in Budapest.
FIDE-Meister aus Berlin. Erlernte mit 3 Jahren das Schachspiel. 1963 war die BSG Rotation Berlin sein erster Verein. 1964 war er Berliner Pioniermeister, ca. 1965/66 Berliner Jugendmeister, 1967 DDR-Jugendmeister.
Heinrich Wagner
(†)
Internationaler Meister (1953), Teilnehmer für Deutschland an den Schach-Olympiaden 1927-31. Zog sich frühzeitig vom Schach zurück, äußerte aber noch kurz vor seinem Tod schachliche Zukunftspläne.
Francisco Benkö
(†)
Ehrenpräsident des Schachverbandes Schleswig-Holstein und bis 2008 17 Jahre dessen Präsident. Er ist Träger der Goldenen Ehrennadel des Verbandes und wurde 2004 mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.
Spielleiter des Schachverbandes Bremen in den 1970er Jahren, 1975 bis 1987 Leiter der 2. Bundesliga Nord, 1987 bis 1991 Leiter der 1. Bundesliga, 1991 bis 1997 Sportdirektor des DSB. Er war Internationaler Schiedsrichter der FIDE seit 1986. Im gleichen Jahr erhielt er die Silberne Ehrennadel des Landesschachbundes Bremen. Er spielte auch Fernschach.
Wirtschaftsprofessor an der Universität Düsseldorf. Hat die Marketingkonzeption des DSB mit erarbeitet.
Jan Gustafsson
Deutscher Großmeister und Nationalspieler, Teilnehmer an den Schach-Olympiaden 2004 bis 2006 für Deutschland. 2001 und 2010 war er Deutscher Blitzschachmeister.
Internationaler Meister und Bundesnachwuchstrainer des Deutschen Schachbundes
Wolfgang Unzicker
(†)
Internationaler Meister 1950, Schachmeister des DSB 1952, Großmeister 1954, Rekordnationalspieler der BRD, Teilnehmer für die BRD an den Schach-Olympiaden 1950, 1954-1964, 1968-1970, 1974-1978, 1982. Westdeutscher Meister 1948, Gesamtdeutscher Meister 1953, BRD-Meister 1950, 1953, 1959, 1962, 1963 und 1965. Richter. 1954 bekam er als erster Schachsportler das Silberne Lorbeerblatt des Bundespräsidenten verliehen.
Mathias Womacka
Dilpom-Mathematiker und Großmeister. Womacka ist seit 2014 Ehrenmitglied bei der USG Chemnitz (früher BSG Lok Karl-Marx-Stadt), bei der er mit 8 Jahren aktiv Schach begann.
Deutscher Schachhistoriker. Er gehörte von 1995 bis 2000 der deutsche Vereinigung für Problemschach, Schwalbe, an. [Nachruf]
Ehemaliger Referent für Wertungen im DSB und danach Referent der Zentralen Wertungsdatenbank (Wertungszentrale)
Gerhard Pfeiffer
(†)
Kaufmännischer Angestellter aus Hamburg. Spielte Schach seit dem 11. Lebensjahr. Schachmeister des DSB 1952, Internationaler Meister seit 1957, Teilnehmer für die BRD an den Schach-Olympiaden 1950-60. BRD-Mannschaftsmeister 1956 und 1958 mit dem Hamburger SK. Zog sich in den 1960er Jahren vom Turnierschach zurück.
BRD-Mannschaftsmeister 1958 mit dem Hamburger SK. Ehrenmitglied des HSK und des HSV, in dem er auf hohem Niveau auch Leichtathletik und Handball betrieb.
Internationaler Meister (1986). Mit seiner Firma UKA Meißen ist er langjähriger Sponsor der deutschen Nationalmannschaften.
Paul Tröger
(†)
Deutscher Schachmeister, Schachmeister des DSB 1952, Teilnehmer für die BRD an den Schach-Olympiaden 1958 und 62, BRD-Meister 1957, BRD-Mannschaftsmeister 1979 mit der SG Porz
Iranischer Nationalspieler seit 1960 und Internationaler Meister (2015). Sawadkuhi nahm an den Schacholympiaden 1972 und 1974 teil. In Deutschland er bei der Kieler SG, Braunschweiger SC, Lasker Steglitz Berlin, Bremer SG und SK Bremen-Nord. Er wurde 1989, 1993 und 1999 Bremer Landesmeister. Von 2006 bis 2015 kehrte er in den Iran zurück. 2011 und 2014 wurde er Asiatischer Seniorenmeister. [Nachruf]
FIDE-Meister, mehrfacher Deutscher Senioren-Blitzmeister. Er gehörte zwischen 1971 und 2011 zu den erfolgreichsten Berliner Schachspielern. Dreimal gewann er die Westberliner Meisterschaft (1971, 74, 76), sechsmal den Westberliner Pokal (1971, 72, 77, 80, 81, 85) und sechsmal war er Berliner Seniorenmeister (2001, 02, 04, 05, 07, 11).
Im Schachverband Württemberg war Gnirk Verbandsspielleiter und Seniorenreferent, sowie Leiter der 2. Bundesliga Süd. Er war ein Mitgründer des bekannten Staufer-Opens in Schwäbisch Gmünd. Zuvor war er als Kreis- und Bezirksspielleiter tätig. Im Deutschen Schachbund war er 2003 für wenige Wochen Seniorenreferent. [Nachruf]
Louis Eichborn
(†)
Deutscher Schachspieler, von dem fast nur Gewinnpartien erhalten sind und der dadurch in historischen Weltranglisten auf Platz 1 rangiert. Als wohlhabender Bankier, der 1845 eine Privatbank gründete die Banknoten druckte, hatte er viel Zeit für Schach. Sein Vater war ebenfalls ein wohlhabender Geschäftsmann.
[Johannes Fischer bei ChessBase über Eichborn]
Paul Lipke
(†)
Rechtsanwalt aus Osterburg. Deutscher Schachmeister. Ehrenmitglied des DSB seit 1927.
Vorsitzender des Saarländischen Schachverbandes von 1966 bis 1971. Erhielt 1971 auf dem DSB-Kongress in Westberlin einen Ehrenbrief für seine Verdienste um die Schacholympiade in Siegen 1970 überreicht.
Teilnehmerin für die DDR an der Schach-Olympiade 1957. DDR-Meisterin war sie 1954 und 1967, bei letzterer Meisterschaft gemeinsam mit Waltraud Nowarra. Sie war mit dem Internationalen Meister Heinz Liebert verheiratet.
Coburg. DSB-Präsident von Juli 1901 bis 1920, vorher seit 1900 Stellvertreter, später Ehrenvorsitzender. 1909 rief er die "Deutschen Schachblätter" als Bundesorgan ins Leben, was aber erst nachträglich auf dem Kongress in Hamburg 1910 genehmigt wurde.
Alexander Berelowitsch
In Deutschland lebender Schachtrainer und -spieler, der seit 2008 für Deutschland spielt.
Pröll, der in Königsfeld lebt, gehörte bis 2008 den SF HN-Biberach 1978 an. Zuvor war gehörte er von 1980 bis 1993 dem Vorgaängerverein Schachverein Heilbronn an. Im Schachverband Württemberg war er seit 1991 bis mindestens 2003 Beauftragter für Schulschach. Er machte die Lehrerfortbildung im Schach und initiierte in Baden-Württemberg die Schulschachwettbewerbe.
Internationaler Meister, Schachjournalist. Er schreibt u.a. für Zeit Online und den Schachwelt-Blog von Jörg Hickl.
Sieghart Dittmann
Teilnehmer bei den Schach-Olympiaden 1956-60 für die DDR-Nationalmannschaft
Gerd Rinder
(†)
Sohn der Deutschen Meisterin Frieda Rinder, 1954 Westdeutscher Jugendmeister und 1980 BRD-Meister im Lösen von Schachproblemen. Er war 1955, 1958 und 1959 Münchner, sowie 1960 Bayerischer Meister. Mit dem Münchener SC gewann er viermal die BRD-Mannschaftsmeisterschaft (1962–1965). [Nachruf]
Schäfer ist seit 2018 Präsident des Schachverbandes Schleswig-Holstein
Samuel Fajarowicz
(†)
Deutscher Schachmeister. Nach ihm ist ein Gambit benannt, welches er erstmals 1928 bei einem Turnier in Wiesbaden anwandte.
Oskar Korschelt
(†)
Schachhistoriker aus Leipzig, Wegbereiter des Go-Spiels in Europa. Schenkte 1928 seine große Aufgabensammlung dem DSB, die dort in den Händen des Schriftführers A. Hild (Ohrdruf) verwaltet wird. Die Sammlung umfaßt 80.888 Schachprobleme aus der Zeit bis 1912. Weltweit ist nur die Problemsammlung von A.C. White damit vergleichbar. Der DSB dankte dem 75-jährigen Korschelt als kleine Gabe mit einer Altersrente aus der DSB-Kasse.
Anita Stangl
FIDE-Meisterin und Ex-Ehefrau von GM Markus Stangl. Sie ist Geschäftsführerin der Starnberger Firma "MedienLB". Bis zu seinem Tod am 1. November 2020 führte sie gemeinsam mit ihrem Ex-Ehemann die Firma.
Egon Ditt
(†)
FIDE-Meister und Schachfunktionär, DSB-Präsident von 1989 bis 2001, Internationaler Meister im Fernschach
Turnierveranstalter (Gründer von ChessTour) in den 1990er/2000er Jahren. Er war bis 2005 in Neukloster aktives Mitglied, vorher in Cuxhaven und Erfurt. Bruntahler schrieb auch Schachbücher. Er lebt jetzt in Ostasien, wahrscheinlich Thailand, wo er 2009 über ein Turnier berichtete. [Interview von 2012]
Timpel war FIDE-Meister und einer der stärksten Schachspieler im Schachbezirk Main-Vogelsberg in Hessen. 1983 wurde er mit der Uni Frankfurt/Main Deutscher Hochschulmannschaftsmeister. 1986 wurde er Hessischer Vizemeister. Im Hessischen Schachverband führte er den Ingo-Spiegel und entwickelte eine Software, um den bisherigen manuellen Berechnungsprozeß EDV-gestützt ausführen zu können. Im Schachbezirk Main-Vogelsberg hatte er für einige Jahre das Amt des Mannschaftsturnierleiters. Von 1985 bis 1993 war er Vorsitzender der Schachfreunde Schöneck, denen er bis zu seinem Tod angehörte. Timpel wurde am 21. Juli 2023 auf dem Friedhof Kilianstädten in Schöneck beigesetzt. [Aus dem Nachruf von Andreas Filmann] [Nachruf Main-Vogelsberg]
Historischer Schachmeister, galt im 19. Jahrhundert als bester Spieler der Welt, inoffizieller Weltmeister von 1850-58 und 1860-66
Manfred Schöneberg
FIDE-Meister, Teilnehmer bei der Schach-Olympiade 1972 für die DDR-Nationalmannschaft, DDR-Meister 1972. NWZ 2370 in DSV-Wertungsliste 1978. DDR-Mannschaftsmeister 1982 mit der SG Leipzig.
Wilhelm Karl Heinrich Maßmann
(†)
Deutscher Aufgabenverfasser und Problemschriftsteller, Mitbegründer und Vorstandsmitglied der Problemschachvereinigung "Schwalbe". Übernahm von seinem Vater eine 9.000 Miniaturen umfassende Sammlung, die er auf Karteikarten übertrug und bis auf 18.000 Stück ausbaute. Diese Sammlung und seine 1.500 Bücher zählende Schachbibliothek übereignete er der Schleswig-Holsteinischen Landesbibliothek.
Rostocker Meisterspieler der 1970er Jahre. Mehrfacher Rostocker Bezirksmeister. DDR-Blitzschachmeister 1988.
Kreimeyer gehörte bis 2005 jahrzehntelang dem Schachverein Ibbenbüren an. Er war Organisator der Euregio-Schach-Turniere in Ibbenbüren.
Wilfried Sauermann
(†)
Fernschach-Europameister 1981. Über 50 Jahre war er bis zu seinem Tod Mitglied der Stuttgarter Schachfreunde. Mit diesen war er 1968 BRD-Mannschaftsmeister.
Baldur Hönlinger
(†)
Österreichisch-deutscher Meister, Olympia-Teilnehmer 1928, Schachmeister des DSB 1952. 1948 stellte er in Velbert einen Weltrekord im Simultanspiel auf, als er an 213 Brettern gleichzeitig spielte. 1949 gewann er mit seinem Verein PSV BSV Wuppertal die DMM. Nach dem Krieg hatte er in Wuppertal eine neue Heimat gefunden.
Spielleiter und Vorsitzender der Sportfreunde Katernberg. Glenz war Mitstreiter von Anton Hösslinger, dem Erfinder der INGO-Zahl. Von der Gründung 1974 bis 1994 war er Leiter der Ingo-Elo-Zentrale (später Wertungszentrale) des DSB. Mit dem Buch "Das Elo-System und DWZ-Verfahren" erwarb er sich große Anerkennung. [Nachruf derwesten.de] [Foto Rochade 10/2007 Titelseite]
Internationale Meisterin, Teilnehmerin für die BRD an der Schach-Olympiade 1984. Mädchenname: Vokralova.
Rechtsanwalt aus Chemnitz. Er war von 2012 bis zu seinem Tod Präsident des Schachverbandes Sachsen. Er wurde am 27. Juli 2016 auf dem Städtischen Friedhof Chemnitz beigesetzt.
Meldung SVS | Nachruf SVS | Traueranzeige
Koch war 28 Jahre lang Schatzmeister des Berliner Schachverbandes. Er spielte bei der BSG 1827 Eckbauer und beim Spandauer SV und war ein starker Blitzschachspieler. [Nachruf]
DSB-Schachwart von 1914 bis 1920, DSB-Schatzmeister von 1920 bis 1933, Vorsitzender des Pfälzischen Schachbundes vor und ab 1946
Internationaler Meister (1984), DDR-Mannschaftsmeister 1982 mit der SG Leipzig
Rabinowitsch emigrierte 1921 nach Palästina und wurde Schüler am Hebräisches Herzlia-Gymnasium in Tel Aviv. Von 1926 bis 1933 war er als Student nach Deutschland. Von Ende 1926 bis Ende 1932 lebte er in Berlin und war Mitglied des Schachklub Springer. Er spielte zahlreiche Wettbewerbe und Turniere mit, u.a. Blitzschach im Cafe König. Bevor er 1932 nach München ging, trat er in die Berliner Schachgesellschaft ein und wurde 1931 in der Qualifikation für die Klubmeisterschaft Erster.
In den 1940er Jahren kehrte er nach Palästina zurück, zuerst nach Haifa, wo er einer der stärksten Spieler war.
Herbert Ahues
(†)
Deutscher Problemkomponist und Großmeister der Schachkomposition. Ahues galt als Zweizüger-Spezialist. Carl Ahues, ehemals einer der stärksten Spieler Deutschlands, war sein Vater.
Artur Hennings
(†)
Internationaler Meister (1965) und Teilnehmer bei den Schach-Olympiaden 1968-70 mit der DDR-Nationalmannschaft. Reyk Schäfer (SG Löberitz) widmete Hennings zum 20. Todestag 2023 einen ausführlichen Artikel.
Brunöhler war 1941 Teilnehmer der Deutschen Meisterschaft. Er gehörte zu den Gründungsmitgliedern der Schachfreunde Vonkeln und war lange Jahre Vorsitzender und später Ehrenvorsitzender. Er war auch Vorsitzender des Pickverein Grüne Eiche in Cronenberg. [Todesanzeige]
Göhring spielte bis 1991 und von 2009 bis 2011 beim SC Bamberg. Von 1991 bis 2001 war er beim SV Würzburg aktiv, seit 2011 ist er beim SK Schweinfurt 2000. Er spielte in der 2. Bundesliga. Seine höchste DWZ war 2323 von 1998.
Alfred Seppelt
(†)
Präsident des Berliner Schachverbandes von 1984 bis 2004, Organisator des Berliner Politikerturniers und des "Berliner Sommer". 1961 wurde er Pressewart des Berliner Schachverbandes.
Problemkomponist aus Hannover. Langjähriger Vorsitzender des Landesverbandes Niedersachsen. Am 29. Dezember 1926 war er bereits seit 25 Jahren Vorsitzender des Hannoverschen Schachklubs.
Schachmeister des DSB 1952. Jäger gehörte zu den stärksten Spielern von Frankfurt/Main. Von 1936 bis 1952 gewann er von 13 lokalen Turnieren allein 11!
Franz Sackmann
(†)
Deutscher Problemkomponist. Er war Mitglied des Akedmischen Schachklubs München, der kurz nach seinem Beitritt am 30. April 1907 zum Präsidenten gewählt wurde. [DSZ 3/1927 S. 74-75 ausführlicher Nachruf]
Der DSB-Pressewart wurde 1971 in das Zentralkomitee der FIDE gewählt. Damit wurde der 1. Vorsitzende des Hamburger Schachverbandes auch automatisch DSB-Vizepräsident.
Problemschachexperte aus Weißenfels. Nationaler Meister der DDR für Schachkompositionen (1984). FIDE-Meister für Schachkompositionen.
Nachruf von Konrad Reiß
Jens Beutel
(†)
Beutel war von 1997 bis 2011 Oberbürgermeister von Mainz. Er spielte Schach in der Oberliga, war zweimal Rheinhessen-Meister und mehrfach Stadtmeister von Mainz. Zudem gewann er das Berliner Politikerturnier. Von 2001 bis 2010 war er Schirmherr der Chess-Classic-Turniere in Mainz. [Nachruf ChessBase] [Nachruf Schachbund Rheinland-Pfalz]
Birkholz war vom 12. Juni 2021 bis Dezember 2021 Vizepräsidentin Verbandsentwicklung im Deutschen Schachbund. Vorher war sie zwei Jahre Vizepräsidentin Sport. Von 2017 bis 2021 war sie außerdem Referentin für Ausbildung. Sie ist FIDE-Meisterin und FIDE-Trainerin. Im Jahr 2018 wurde sie in Norwegen Vize-Europameisterin der Seniorinnenen 50+. Bei der Senioren-Weltmeisterschaft der Frauen 50+ vom 12. bis 25. November 2012 in Kamena Vourlaf wurde sie Fünfte. 2020 wurde sie Bayerische Meisterin.
Franz Karl Theodor Moraller
(†)
Bundesleiter im Großdeutschen Schachbund von 1938 bis 1945. Reichsamtsleiter Kultur in der Reichspropagandaleitung.
DSB-Präsident von 1899 bis Juli 1901, zuvor seit 1896 Stellvertreter. Vorsitzender des Kölner Schachklub Dr. Lasker 1861 von 1896 bis 1901. Ab Sommer 1901 arbeitete er als Landarzt.
Diplom-Mathematiker aus Duderstadt (Niedersachsen), wo er im heimischen Verein von 2009 bis 2013 aktiv war. Zuvor war er seit 1993 vereinslos und spielte zuletzt beim VfL Sindelfingen, den in die Bundesliga brachte, wo der Verein zehn Jahre spielte. Degenhardt organisierte und akquirierte Sponsoren. [Nachruf]
Walter Robinow
(†)
Robinow war Leiter eines großen Handelshauses. Ab 1908 war er Präsident des Hamburger SK, von 1920 bis 1933 DSB-Präsident, vorher ab 1914 Stellvertreter bzw. ab 1912 im Vorstand. Ehrenmitglied des Weltschachbundes FIDE. [DSZ 8/1927 S. 225ff 60. Geburtstag mit Foto]
Internationaler Fernschachmeister seit 1968 (BRD). Bis 1951 lebte er mit den Eltern in Dresden, verließ dann aber allein die DDR in Richtung Westen. 1996 kehrte er in das Haus seiner Eltern zurück. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte er sich schon einen Namen als Schachhändler gemacht. (Schach-Magazin 64 S.45ff. - 80. Geburtstag)