Schulschach in Deutschland –
Eine Chance für unseren Nachwuchs

Schulschach // in Deutschland

Ansprechpartner Schulschach

Boris Bruhn
Kirschenweg 14, 21465 Reinbek
040/60868174
0163/3111536

Sieben Thesen zum Schach

1. Schach hilft dabei, besser Probleme zu lösen.

Puzzle, Rätsel, kleine Spiele: Sehen Sie dabei zu, wie Kinder durch Schach erlernen, Probleme zu lösen.

2. Schach entwickelt räumliches Denken

Vorausdenken und sich vorstellen, wie es dann auf dem Schachbrett steht: Diese Fähigkeit wird im Schach bei der Berechnung von Zügen und beim Lösen von komplexen Problemen entwickelt.

3. Schach verbessert die Gedächtnisleistung

Es ist allgemein bekannt, dass Schachspieler ein sehr gutes Gedächtnis haben. Es stellt sich die Frage: spielen Kinder mit gutem Gedächtnis öfters Schach oder steigert Schach die Gedächtnisleistung? Dazu gibt es Studien (bspw. aus Südamerika), die nahelegen, dass Schach das Gedächtnis verbessert, und zwar für alle Teilnehmer der Studie.

4. Schach trainiert die linke UND die rechte Gehirnhälfte

Eine Studie aus Deutschland legt nahe, dass Menschen, die Schach spielen, mehr aus ihrem Potenzial machen, weil sie auf beide Hirnhälften zugleich zugreifen.

5. Schach fördert die Kreativität

Um sich einen Plan am Schachbrett zurechtzulegen, braucht es eine Idee. Schach lebt von einer Fülle von Ideen. Und bietet eine quasi unerschöpfliche Zahl von Spielmöglichkeiten. Dabei werden in pädagogischer Hinsicht viele Geschichten erzählt, das fördert die Kreativität.

6. Schach verbessert die Konzentrationsfähigkeit

Ohne Konzentration kann man nicht gut Schach spielen. Der Fokus liegt auf dem Schachbrett, was vor allem Kindern mit großem Bewegungsdrang und Aufmerksamkeitssyndrom hilft. Keiner wird dem Kind sagen, welche Figur sein Spielpartner gerade gezogen hat. Die Aufmerksamkeit muss auf dem Brett bleiben. Sich über einen längeren Zeitraum fokussiert mit einer Sache zu beschäftigen, hilft ebenso in anderen Lebensbereichen.

7. Schach lehrt vorausschauendes Denken und Planen

Schach wird nur von den eigenen Gedanken gesteuert. Kaum äußere Einflüsse können darauf einwirken, jede/r macht die Züge selbst und ist für sie verantwortlich. Die Konsequenzen aus den Zügen muss man selbst abschätzen. Beim Schach muss dauerhaft geplant und vorausgedacht werden. Auch das Mitdenken wird gefördert („Was plant mein Spielpartner?“).

Deutsche Schulschachstiftung e.V.

schulschachstiftung.de

Die Deutsche Schulschachstiftung e.V. wurde 1996 von Kurt Lellinger (1938-2017) in Halle gegründet. Lellinger war damals Referent für Schulschach in der Deutschen Schachjugend. Er gilt als Begründer des Schulschachs in Deutschland. 1986 führte er an seiner Trierer Schule, wo er Rektor war, eine Schach-Arbeitsgemeinschaft für alle Schüler verpflichtend ein. Des Weiteren entwickelte er das Konzept des Schulschachpatents, bei dem Lehrkräfte in Wochenendkursen für die Vermittlung des Schachspiels geschult werden. Die Deutsche Schulschachstiftung e.V. veranstaltet seit 2001 regelmäßig diese Patentausbildungen. Seit 2007 finden jährlich Schulschachkongresse statt, die zusammen mit der Deutschen Schachjugend organisiert werden.

Die Deutsche Schulschachstiftung e.V. hat sich verschrieben

  • der Verbreitung von Schach an möglichst vielen Schulen,
  • der Integration von Schach ins Schulleben und in den Unterricht,
  • der Unterstützung von Schulen mit Lehr- und Schachmaterial,
  • der Ausbildung und Schulung von Lehrern und Aufbau eines Lehrteams,
  • der Kooperation mit der Deutschen Schachjugend und ihrer Mitgliedsverbände auf dem Gebiet des Schulschachs
  • und Forschungsprojekten über Fragen des Schulschachs in Zusammenarbeit mit Hochschulen, Universitäten und Akademien auf nationaler und internationaler Ebene.