Teil eins des ersten großen Interviews mit dem neuen DSB-Präsidenten Paul Meyer-Dunker: vom Ehrenamt bis zur FIDE.
05.06.2026
Drei Tage nach seiner Wahl saß er im Team-Meeting mit den Mitarbeitern in der Zentrale des Deutschen Schachbundes in Berlin. Und jetzt kam er wieder: zum Interview. Es wurde so intensiv und so lang, dass wir Euch in zwei Teilen präsentieren werden, was Paul Meyer-Dunker mit Matthias Wolf und Finn Engesser besprochen hat. Ganz klar, und bei ihm, der Mitarbeiter eines Bundestagsabgeordneten ist (und nebenbei auch noch im E-Sport freiberuflich arbeitet) auch nicht anders zu erwarten: Der DSB soll deutlich meinungsstärker werden auf politischer und internationaler Bühne, "nicht mehr so hasenfüßig". Schneller soll der DSB werden, auch flacher in den Hierarchien, kein Regieren "von oben". Und damit auch enger und harmonischer im Umgang mit den Ehrenamtlichen, die mithin das größte Kapital des Verbandes seien. Klare Worte findet Paul Meyer-Dunker. Er will versöhnen, beruhigen, Brücken bauen - und vor allem: handeln. Viele Versprechen, die der erfahrene Funktionär, der lange und erfolgreich den Berliner Schachverband geführt hat - und nun natürlich auch einlösen muss. Einige zentrale Inhaltes des Intervierws findet Ihr hier aufgeschrieben - aber natürlich lohnt es sich auch, den ersten Teil des Interviews zu gucken, weil darin noch einige Themen mehr angesprochen werden. Teil zwei folgt in der kommenden Woche.
Weiterlesen … Der neue DSB? Schneller, harmonischer, basisnäher. "Und nicht mehr so hasenfüßig."
26.05.2026
Rund um das wunderschöne Elbufer Dresdens können Teilnehmer und Begleitpersonen des Schachgipfels ein vielfältiges Rahmenprogramm erleben. Damit die exklusiv organisierten Touren stattfinden können, müssen die Angebote allerdings bis spätestens 12. Juni gebucht werden. Wird die notwendige Teilnehmerzahl nicht erreicht, verfallen die Reservierungen endgültig. Wer also Dresden nicht nur im Turniersaal, sondern auch kulturell und kulinarisch erleben möchte, sollte jetzt buchen.
Im Zeitraum vom 17. bis 24. Juli werden exklusiv für Teilnehmer und Begleitpersonen des Schachgipfels verschiedene geführte Touren und Ausflüge angeboten. Zu den Highlights zählen Stadtführungen durch die historische Altstadt, Busausflüge nach Moritzburg und Meißen sowie Führungen in der Semperoper und der Gläsernen Manufaktur von Volkswagen. Ergänzt wird das Programm durch Bierrundgänge, Spaziergänge zu den Elbschlössern und einen Schiffsausflug zum Schloss Pillnitz.
Die Angebote wurden gemeinsam mit der Dresden Information GmbH speziell für den Schachgipfel zusammengestellt und zu besonders attraktiven Konditionen ermöglicht
Weiterlesen … Übersicht der Ausflüge für den Schachgipfel | Buchung nur noch bis 12. Juni möglich
Das Präsidium des Schachbundes entsendet den Düsseldorfer Unternehmer für Deutschland.
22.05.2026
Traditionell ist es Sache des Präsidenten die Funktion des FIDE-Delegierten beim Deutschen Schachbund wahrzunehmen. Eine wichtige Aufgabe, da der jeweilige Delegierte des FIDE-Mitgliedsverbandes Einfluss und Stimmrecht bei den Mitgliederversammlungen des Weltverbandes hat. Nun wird Wadim Rosenstein, der Unternehmer aus Düsseldorf, durch seine vielfältigen Schach-Projekte unter dem Label WR Chess bekannt, auf Beschluss des Präsidiums beim Deutschen Schachbund neuer DSB-Delegierter bei der FIDE. „Das ist ganz klar eine sportpolitische Entscheidung“, sagt DSB-Präsident Paul Meyer-Dunker, „wir wollen dass uns der im internationalen Schach am besten vernetzte Deutsche repräsentiert. Es braucht eine FIDE ohne diesen extremen Einfluss von Russland, der dem Schachsport nicht guttut.“
Weiterlesen … Wadim Rosenstein wird neuer FIDE-Delegierter des DSB.
Neues Präsidium, haarscharfe 116 zu 114 Stimmen und der Schachgipfel 2027 - der außerordentliche Bundeskongress 2026
16.05.2026
Frankfurt am Main, 16. Mai 2026 – Im Saalbau Volkshaus Sossenheim: Klaus Deventer, Anti-Cheating-Officer des Deutschen Schachbundes und Versammlungsleiter des außerordentlichen Bundeskongresses läutete um 10:30 Uhr eine große goldene Glocke: "Wir alle wissen, dass das keine normale Sitzung ist - wir wollen das heute sachlich bewältigen. Bis 18:30 Uhr müssen wir hier raus sein, daher liegt die maximale Redezeit heute bei drei Minuten." Es fand der außerordentliche Bundeskongress des Deutschen Schachbundes statt - dieser war damit eröffnet. Rund 80 Teilnehmerinnen und Teilnehmer kamen am heutigen Samstag ab 10.30 Uhr zusammen, nachdem vor einigen Wochen fünf Mitgliedsverbände die Einberufung des Kongresses beantragt hatten und dieser schließlich durch einen Schiedsgerichtsbeschluss ermöglicht wurde. Eröffnet wurde nach dem Läuten von Deventer die Veranstaltung von Andreas Filmann, Präsident des Hessischen Schachverbandes, mit den Worten: „Auf ein gutes Gelingen und konstruktive Diskussionen.“ Diese Hoffnung sollte sich im Verlauf des Tages bewahrheiten. Trotz der angespannten Ausgangslage verlief der Kongress sachlich, geordnet und von intensiven, aber fairen Diskussionen geprägt. Ingo Thorn, Präsident des Bayerischen Schachbundes brachte es am Ende so auf den Punkt: „Heute wurde sachlich und vernünftig mit einer Krisensituation umgegangen."
Weiterlesen … „Wir müssen jetzt ins Machen kommen und unsere Hausaufgaben erfüllen.“ Paul Meyer-Dunker ist neuer Präsident des Deutschen Schachbundes
08.05.2026
Alljährlich lädt der Deutsche Schachbund zu seiner Talentsichtung (Tasi) nach Arendsee in Sachsen-Anhalt ein. Ziel ist es unter den Kaderspielerinnen und Kaderspielern des DSB sowie der Landesverbände zukünftige Bundes- und Landeskader unter die Lupe zu nehmen. Nachfolgend ein Bericht der neuen Co-Leistungssportreferentin des Berliner Schachverbandes, Konstanze von Gehlen. (fb)
Weiterlesen … Talentsichtungslehrgang 2026 in Arendsee erfolgreich beendet
Das Schiedsgericht hat entschieden, das Präsidium setzt um: Frankfurt bleibt der Tagungsort.
10.04.2026
Neues in Sachen außerordentlicher Bundeskongress, zu dem DSB-Präsidentin Ingrid Lauterbach vom Schiedsgericht des Deutschen Schachbundes verpflichtet wurde, „unverzüglich und unter Beachtung der in § 17 II 2 der Satzung bestimmten Fristen“, wie es in dem mittlerweile vorliegenden ausführlichen Urteil heißt (siehe unten). Gleichzeitig gibt es nun seit gestern auch einen Termin für den außerordentlichen Bundeskongress, den Ingrid Lauterbach einberuft für Samstag, den 16. Mai 2026 ab 10.30 Uhr im Saalbau Volkshaus Sossenheim, Siegener Straße 22, 65936 Frankfurt am Main. Damit ist der Antrag der Landesverbände, die vor das Schiedsgericht gezogen sind, erfüllt, den außerordentlichen Bundeskongress an jenem Termin stattfinden zu lassen, an dem der Hauptausschuss stattfinden sollte. Lediglich der Ort hat sich geändert.
Weiterlesen … Außerordentlicher Bundeskongress am 16. Mai in Frankfurt/Main
DSB-Präsidentin Ingrid Lauterbach im Interview mit Chess Topics – über Frauen im Schach, interne Konflikte und russische Einflussnahme
09.04.2026
Das folgende Interview mit DSB-Präsidentin Ingrid Lauterbach wurde von der internationalen Schachplattform Chess Topics geführt und in der Originalfassung auf Englisch veröffentlicht - hier abrufbar. Nachfolgend nun die deutsche Übersetzung des Interviews.
"Lernen Sie WIM Ingrid Lauterbach kennen! Die erste Frau an der Spitze des Deutschen Schachbundes in dessen 149-jähriger Geschichte. Sie ist es gewohnt, Grenzen zu durchbrechen – sie hat zwei Jahrzehnte lang eine Karriere in der Mathematik mit internationalem Spitzenwettbewerb verbunden. Doch ihr Präsidium steht nun vor seiner komplexesten Bewährungsprobe. Im exklusiven Gespräch mit Chess Topics blickt Lauterbach auf eine bewegte Karriere und ihre größten Erfolge an der Spitze des DSB zurück – und warnt vor der Gefahr der Spaltung des Schachsports - und vor der russischen Einflussnahme, die die Stabilität des Schachs bedrohen würde."
Weiterlesen … „Im Schach gibt es zu viele, die ein Problem mit einer Frau in einer Führungsposition haben."
25.03.2026
Am Dienstag, dem 24. März 2026, fand das Austauschforum Verbandsentwicklung des Deutschen Schachbundes statt. Die Veranstaltung bot den Teilnehmenden die Möglichkeit, sich über aktuelle und geplante Projekte in den Bereichen Verbandsentwicklung, Öffentlichkeitsarbeit, Inklusion, Ausbildung, Breitenschach und Onlineschach zu informieren und dazu in den Austausch zu gehen.
Weiterlesen … Austauschforum Verbandsentwicklung: Einblicke in laufende und geplante Projekte
"Auf Verlangen einer Minderheit." Neun Mitgliedsverbände hatten den Antrag gestellt - und bekommen nun den erhofften Beschluss.
20.03.2026
Nun also doch: Es wird einen außerordentlichen Bundeskongress geben, womöglich schon im Mai. Das hat das Schiedsgericht des Deutschen Schachbunds im Eilverfahren entschieden. Geklagt hatten gegen den DSB mit seiner Präsidentin Ingrid Lauterbach neun von 22 Mitgliedsverbänden: Der Berliner Schachverband, mit seinem Präsidenten Paul Meyer-Dunker, der Badische Schachverband mit Präsident Dr. Christoph Mährlein, der Deutschen Fernschachbund mit Präsident Manfred Scheiba, der Hamburger Schachverband, vertreten durch den Vorsitzenden Klaus-Jürgen Herlan, der Schachverband Schleswig-Holstein, mit Präsident Dirk Martens, der Bayerische Schachbund mit Präsident Ingo Thorn, Präsident Michael S. Langer für den Niedersächsischen Schachverband, Daniel Meitzner für den Thüringer Schachbund und Michael Fuhr, Präsident des Landesschachbundes Brandenburg.
Weiterlesen … DSB-Schiedsgericht ordnet außerordentlichen Bundeskongress an
Präsidentin Ingrid Lauterbach: "Dieser Antrag ist zu diesem Zeitpunkt und in der Form nicht zulässig."
04.03.2026
Vor zwei Wochen hatten Jürgen Gersinska, Vizepräsident des Badischen Schachverbandes, Dirk Martens, Präsident des Schachverbands Schleswig-Holstein, Klaus-Jürgen Herlan, Vorsitzender des Hamburger Schachverbandes, Manfred Scheiba, Präsident des Deutschen Fernschachbundes und der Präsident des Berliner Schachverbandes, Paul Meyer-Dunker, einen Antrag auf Ausrichtung eines außerordentlichen Bundeskongresses im Mai gestellt. Den Antrag hat das Präsidium nun zurückgewiesen. Es bleibt dabei, dass im Mai erst einmal, wie geplant, eine Hauptausschuss-Sitzung stattfindet.
Weiterlesen … Kein außerordentlicher Bundeskongress im Mai
Vizepräsident Jannik Kiesel: "Schach ist ein faszinierendes Forschungsfeld – wir wollen Studierende und Forschende ermutigen, dieses Potenzial stärker zu nutzen"
02.03.2026
Schach wird unter dem Dach des DSB zum Forschungsthema. „Im Rahmen unseres Projekts zum Mädchen- und Frauenschach ist uns klar geworden, wie gering die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit Schach insgesamt noch ist“, sagt Jannik Kiesel, der Vizepräsident Verbandsentwicklung: „Das war für mich der entscheidende Impuls, gezielt eine Forschungsförderung im Schach auf den Weg zu bringen.“ Der Deutsche Schachbund möchte auf diesem Weg die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Schachspiel stärken. Obwohl Schach in vielen Forschungsfeldern – etwa Pädagogik, Psychologie, Soziologie, Sportwissenschaft, Informatik, Geschichte oder Mathematik – eine Rolle spielt, gibt es bislang nur wenige systematische Fördermöglichkeiten. Ziel des Projekts ist: Mehr Forschung im Bereich Schach ermöglichen, sichtbar machen – und Initiativen belohnen.
Weiterlesen … Schach als Wissenschaft: Neues Forschungsprojekt beim DSB
Die Landesverbände Baden, Berlin, Hamburg, Schleswig-Holstein und der Fernschachbund argumentieren: Hauptausschuss und Bundeskongress in einem Jahr sind zu kostenintensiv.
19.02.2026
Ende November hatten sich Ingo Thorn, Präsident des Bayerischen Schachbundes, Michael S. Langer, der Präsident des Niedersächsischen Schachverbandes und Paul Meyer-Dunker, der Präsident des Berliner Schachverbandes mit dem Präsidium des Schachbundes, vertreten durch Alexander von Gleich und Ingrid Lauterbach, auf eine Kompromisslösung verständigt. Geplant war demnach, einen DSB-Hauptausschuss im Mai und einen Bundeskongress im August (nach dem Schachgipfel in Dresden im Juli) auszurichten. Eine geordnete Amtsabgabe von Präsidentin Ingrid Lauterbach und Neuwahlen für den Kongress waren schriftlich festgehalten worden. Nun gibt es eine neue Sachlage. Fünf Antragsteller wollen aus der für den 16. Mai in Frankfurt am Main turnusmässig angesetzten Hauptausschuss-Sitzung einen Bundeskongress machen.
Weiterlesen … Nun doch früher? Antrag auf außerordentlichen Bundeskongress.
Der Vizepräsident Finanzen bekleidete seit Oktober 2024 das Amt, er war erfolgreich und beliebt - nun geht er dennoch.
17.02.2026
Er war der Mann mit den Politbüro-Wahlergebnissen. Wenn abgestimmt wurde, beim Hauptausschuss oder Bundeskongress, ja schon als er kommissarisch im Oktober 2024 ins Amt kam, versammelten sich die Delegierten hinter Alexander von Gleich. Heute erklärte der Vizepräsident Finanzen des Deutschen Schachbundes seinen Rücktritt – zu Ende März, wenn die Kassenprüfung ansteht. In seinem Rücktrittsschreiben an die Landesverbände und die anderen Präsidiumsmitglieder betonte er, dieses Amt „mit großem Engagement, Freude und Verantwortungsbewusstsein“ ausgeübt zu haben – „und dies trotz meiner erheblichen beruflichen Verpflichtungen in Deutschland sowie in den Ländern des Kaukasus und Zentralasiens.“ Der erfolgreiche Geschäftsmann aus Hamburg, ein ausgewiesener und renommierter Fachmann im Finanz- und Bankenwesen, führte fort: „In den vergangenen Monaten haben sich bedauerlicherweise unterschiedliche Auffassungen über Sachfragen, Arbeitsweise und Kommunikation im Präsidium gehäuft.“
Weiterlesen … "Unterschiedliche Auffassungen." Alexander von Gleich tritt zurück.
Danke, Matthias!
16.02.2026
Emsig wie eine Biene? Über diesen Vergleich wird sich der Mann, leidenschaftlicher Trikotsammler, der nahezu täglich in irgendeinem Schalke-Outfit in die DSB-Geschäftsstelle kam, vermutlich ärgern – schwarz-gelb sind Bienen und die Borussia aus Dortmund, die er nicht mag. Aber der Vergleich passt halt gut. Zum 28. Februar hat der Leiter Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Deutschen Schachbundes, Matthias Wolf, gekündigt. Seit dem 1. August 2024 hatte er diese Position inne – und hinterließ in dieser, vergleichsweise kurzen, Zeit deutliche Spuren. Mit journalistischem Instinkt, hohem Tempo und klaren Vorstellungen davon, wie ein moderner Verband aussehen kann, hob er die Öffentlichkeitsarbeit des DSB spürbar auf ein neues Niveau.
Matthias Wolf kehrt nun zu seiner alten – und eigentlich nie ganz aufgegebenen – Leidenschaft zurück: dem Journalismus. Ab dem 1. März arbeitet er wieder als freier Journalist, vor allem für den WDR. Vor seiner Zeit beim DSB hatte er über zwei Jahrzehnte lang eine eigene TV-Produktionsfirma geführt, zahlreiche investigative Beiträge realisiert und dabei auch Preise gewonnen – wie den Deutschen Fernsehpreis. Diese Erfahrung brachte er mit zum DSB – und wir Kolleginnen und Kollegen durften das sofort spüren.
Weiterlesen … Emsig wie die Biene? Oder doch eher emsig wie der Wolf?
Damit 15 Turniere inklusive den Deutschen Meisterschaften mit den besten deutschen Spielerinnen und Spielern reibungslos stattfinden können, suchen wir engagierte Helferinnen und Helfer.
13.02.2026
Vom 16. bis 26. Juli 2026 richtet der Deutsche Schachbund den Schachgipfel in Dresden aus – eines der größten Schach-Events des Jahres.
Du hast in diesem Zeitraum ein paar Stunden oder Tage Zeit und Lust, dich einzubringen? Dann werde Teil des Teams – mit Aufwandsentschädigung und Einblicken hinter die Kulissen des Spitzenschachs. Besonders attraktiv: Das Helfen lässt sich teilweise mit einer eigenen Turnierteilnahme verbinden, z. B. beim Finale der Deutschen Schach-Amateurmeisterschaften oder der Deutschen Schach960-Meisterschaft.
Weiterlesen … Helferinnen und Helfer für den Schachgipfel 2026 in Dresden gesucht