Freundschaftskampf der deutschen und norwegischen Schachfrauen in Berlin

Warm-up für die Schacholympiade 2014

nd/Camay Sungu
ND-Damenschachgala im November 2013

Nach Olympia ist vor Olympia. Eben erst sind die Winterspiele von Sotschi zu Ende gegangen, und schon läuft der Countdown für das nächste Völkerfest des Sports. Und das steht bereits in fünf Monaten auf dem Terminkalender: Denn während die Sommerspiele Rio 2016 noch in weiter Ferne liegen, ruft das norwegische Tromsø die Denksportler der Welt schon Anfang August 2014 an den Polarkreis: zur 41. Schacholympiade nach der Premiere 1924 in Paris.

Zum Warm-up für das Schaulaufen der schlauesten Köpfe reist jetzt Norwegens Damennationalmannschaft in der kommenden Woche nach Berlin, wo sie ab Mittwoch (5. März) mit einem Viererteam gegen eine Frauenauswahl der Republik antreten wird. Außerdem lassen sich die Norwegerinnen zum Abschluss ihres viertägigen Deutschlandbesuchs während der bevorstehenden Internationalen Tourismusmesse am ITB-Sonnabend von jungen Berliner Talenten am norwegischen Stand zu einem Blitzturnier herausfordern. Anschließend dürfen auch Freiwillige aus dem Publikum einmal ihr Glück im Spiel gegen die Profis versuchen.

Der Länderkampf wird ausgetragen im Rahmen einer Kooperation, die von den Schachverbänden Norwegens und Deutschlands vereinbart worden ist, um gemeinsam für die diesjährige Schacholympiade zu werben. Eine Partnerschaft, die zurückgeht auf eine Initiative des »neuen deutschland«. Entsprechend wird das zweirundige Freundschaftsspiel plus Play-offs im Schnell- und Blitzschach bis Freitag (7. März) im Verlagsgebäude ausgetragen. »Wir engagieren uns ja schon eine Weile für die Popularisierung des Frauenschachs mit der Organisation der jährlichen nd-Schachgala«, sagt nd-Geschäftsführer Olaf Koppe. »Und deshalb sind wir sehr froh, dass beide Verbände unsere Idee aufgegriffen haben, in Vorbereitung auf die diesjährige Schacholympiade einen Frauenländerkampf zu bestreiten und bei uns am Franz-Mehring-Platz durchzuführen.«

Ein Engagement von Seiten des »neuen deutschland«, das Herbert Bastian, Präsident des Deutschen Schachbundes (DSB), ausdrücklich begrüßt: »Wir sind dankbar für die kreativen Impulse, die wir gerne aufgenommen haben. Das 'nd' ist diesbezüglich ein erstklassiger Partner.« Und sein norwegischer Kollege Jøran Aulin-Jansson sekundiert: »Die Veranstaltung in Berlin ist ein Highlight unserer Kooperation.«

Sportlich wird die Reise nach Berlin für die Norwegerinnen und deren Frontfrau Ellisiv Reppen (Elo-Rating 1995) allerdings kein Spaziergang. Auch wenn die Deutschen auf ihren Topstar Elisabeth Pähtz verzichten, können sie allein an den ersten beiden Spitzenpositionen die Großmeisterinnen Zoya Schleining (Elo 2362) und Elena Levushkina (Elo 2280) aufbieten und sind deswegen nach der Papierform deutlich favorisiert. Trotzdem hält DSB-Sportdirektor Uwe Bönsch die eine oder andere Überraschung für nicht ausgeschlossen: Es sei falsch, mit Blick allein auf das Rating das künftige Endergebnis ausrechnen zu wollen.

Spannung ist also angesagt am Franz-Mehring-Platz. Und der Eintritt für Zuschauer ist frei.

René Gralla
1. März 2014

Zeitplan des Frauen-Länderkampfes Deutschland-Norwegen

  • 1. Runde am 5.3. (Mi) ab 14 Uhr
  • 2. Runde am 6.3. (Do) ab 14 Uhr, anschließend Mädchenturnier ab 15.30 Uhr
  • Schnell- und Blitzturnier am 7.3. (Fr) ab 10 Uhr (Ort jeweils: nd-Verlagsgebäude, Franz-Mehring-Platz 1, Berlin)
  • Blitzkampf der Norwegerinnen gegen Berliner Jugendliche am 8.3. (Sa) ab 11.30 Uhr auf der ITB (norwegischer Stand)

Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung des "neuen deutschland"
Originalbeitrag beim nd

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