Zielfotoentscheid bei der offenen Sachsenmeisterschaft

23. Oktober 2020

Pokale von "Schachkunst" Jens Bleul

Am Mittwoch ging in Dresden-Coschütz die 28. offene Sächsische Senioren-Einzelmeisterschaft zu Ende. Eingeladen waren wieder alle „ab 50“. Auf Grund der Corona-Abstandsregelungen war die Teilnehmerzahl schon Ende August auf 49 begrenzt worden. 41 zu diesem Zeitpunkt gemeldete, nun überzählige Spieler waren plötzlich nur Reservisten. Die letzten Wochen waren von „Kommen und Gehen“ geprägt. Viele zogen ihre Anmeldung zurück, andere konnten daraufhin nachrücken. Am Ende blieben immer noch 13 Interessenten ohne Startplatz. Vier von ihnen waren zu Turnierbeginn anwesend und suchten ihre Last-Minute-Chance; leider vergebens.

29 Aktive waren aus Sachsen, diese kämpften um die Meistertitel und Pokale. Allerdings konnten die Frauen-Meistertitel in diesem Jahr gar nicht vergeben werden, denn die – leider - einzige weibliche Teilnehmerin kam aus Niedersachsen: Teresa Wraga (SG Osnabrück).

Prof. Jörg Schmidt (Rote Rüben Leipzig) gehörte nicht zu den Favoriten, zog aber mit 4 Siegen allein in Front. Auch später vermochte ihn niemand zu schlagen, doch kam die Konkurrenz wieder heran. Vor der Schlussrunde führte er gemeinsam mit Dr. Gerhard Köhler (USV Halle) das Feld an, einen halben Punkt dahinter lauerten Tino Proschmann (SC Großröhrsdorf), Prof. Friedbert Prüfer (SG Taucha), Günter Weidlich (Fortschritt Pirna) und Hans-Rudolf Kreutzkamp (Union Eimsbüttel) auf ihre Chance.

Die letzte Runde hatte es in sich! Tino Proschmann war übermotiviert, doch lässt sich ein Prof. Friedbert Prüfer nicht im Sturmangriff besiegen, schon gar nicht mit den schwarzen Steinen. Proschmann hätte schon nach 7 Zügen aufgeben können, quälte sich dann vergeblich noch 20 Züge weiter.
Nicht so dramatisch, aber doch ähnlich erging es Dr. Gerhard Köhler, der ein Remisangebot von Günter Weidlich ablehnte, um danach sang- und klanglos zu verlieren. Hans-Rudolf Kreutzkamp besiegte Jürgen Kyas (Eiche Reichenbrand), der in überlegener Stellung einen Damenfang übersah. Prof. Jörg Schmidt hatte sein gutes Turnierergebnis durch ein schnelles Remis abgesichert.

 

Sachsenmeister Günter Weidlich (rechts), Nestorenmeister Gerd Appelt

Bereits 12 Uhr mittags war klar: vier Spieler mit je 6,5 Punkten an der Spitze. Die Buchholzwertung musste entscheiden, und erst nach der allerletzten beendeten Partie stand fest:
Turniersieger und Sachsenmeister 2020 ist Günter Weidlich (Fortschritt Pirna).
2. Prof. Jörg Schmidt (Rote Rüben Leipzig),
3. Prof. Friedbert Prüfer (SG Taucha),
4. Hans-Rudolf Kreutzkamp (Union Eimsbüttel).
Sächsischer Nestorenmeister wurde Gerd Appelt (TuR Dresden) mit 5 Punkten.

Christian Eichner

Ergebnisse und Archivpartien bei www.liveschach-schau.de
Berichte beim Schachverband Sachsen

// Archiv: DSB-Nachrichten - Senioren // ID 23756

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