Frankreich gewinnt beide Mitropa-Cup-Wettbewerbe

10. Mai 2022

Lara Schulze und Luisa Bashylina

Der 40. Mitropa-Cup im offenen und der 18. Mitropa-Cup im Frauenturnier wurde am 8. Mai beendet. Gastgeber Frankreich setzte sich in beiden Wettbewerben auf der Mittelmeerinsel Korsika durch. Deutschland trat mit zwei jungen Mannschaften an und kam nicht für einen der vorderen Plätze in Frage. Im offenen Turnier stellte sich Spielertrainer GM Michael Prusikin nur einmal auf und überließ den vier Jungen größtenteils allein die Aufgabe gegen die starke Konkurrenz zu bestehen. Das machten sie auch recht gut und erfüllten ihre Elo-Erwartung. Im Gesamtklassement wurde Platz 7 erreicht.
Für die von Delegationsleiter Bernd Vökler betreuten jungen Frauen blieb am Ende leider nur der letzte Platz. Die überragende Luisa Bashylina (+66 Elo-Punkte) konnte allein die teilweise schlechte Form ihrer Mannschaftskameradinnen nicht egalisieren.

Bernd Vökler:

Der diesjährige Mitropa-Cup stand von der Ausrichtung her unter keinem guten Stern, so dass Kroatien und Slowenien ihre Männermannschaften abmelden mussten. Während die deutschen Teams aus Nachwuchskräften mit punktueller Verstärkung bestanden; ohne Chance auf die Medaillen, jedoch mit der einen oder anderen Norm im Blick.

Br. Name Elo 1 2 3 4 5 6 7 8 9 Pkt. Gegner Elo±
1 GM Michael Prusikin 2537     ½             0,5/1 2574 +0,5
2 IM Ruben Gideon Köllner 2440 0 0 ½ 1 0   ½ ½ ½ 3,0/8 2509 -2,8
3 FM Alexander Krastev 2402 1 0 0 1 0   1 ½ ½ 4,0/8 2469 +7,2
4 FM Tobias Kölle 2384 0 ½ 1 1 ½   ½ ½ 0 4,0/8 2414 +6,6
5 FM Marius Deuer 2356 ½ 0   1 ½   ½ 0 1 3,5/7 2369 +3,4

Endstand

Pl. Mannschaft Land MP BP 1 2 3 4 5 6 7 8 9
1. Frankreich 16 22,5 x 3 3 3
2. Slowakei 14 19,5 x 1 3 3 3 3
3. Ungarn 13 18,0 3 x 2 ½ 3 3
4. Italien 11 18,0 2 x 2 2 4
5. Schweiz 10 16,0 ½ 1 2 x 2 1
6. Tschechien 9 15,5 1 1 2 2 x 2
7. Deutschland 8 15,0 ½ 1 2 x 2 4
8. Österreich 7 14,5 1 1 3 2 x 3
9. Korsika 2 5,0 1 1 1 0 ½ ½ 0 1 x

Bernd Vökler:

Wie gut unsere jungen Männer hätten abschneiden können, zeigte auch der Kampf gegen die Schweizer Männer. Alex Krastev mühte sich allerdings vergebens ein aussichtsreiches Turmendspiel gegen den ehemaligen Weltklassespieler Yannik Pelletier zu gewinnen. Wo ist GM Karsten Müller, wenn man ihn braucht!?

In Runde 9 wartete mit Österreich eine Mannschaft auf die Jungs, die es im Turnier als einziges Team schafften, mit vier Großmeistern aufzulaufen. Hat nichts genutzt! Alex Krastev sollte gewinnen, tat er aber nicht. Marius Deuer sollte Remis spielen, tat er aber nicht; er gewann! 2:2 und Österreich ist hinter uns – ein kleiner Triumph immerhin!

Br. Name Elo 1 2 3 4 5 6 7 8 9 Pkt. Gegner Elo±
1 FM Lara Schulze 2309   ½ ½ 0 0 0 0 0   1,0/7 2295 -52,4
2 WIM Maria Schöne 2218 0 0 1 0 0       - 1,0/6 2250 -25,6
3 WFM Luisa Bashylina 2043 1 ½ ½ 0 ½ 0 1 0 1 4,5/9 2184 +66,0
4 Svenja Butenandt 2097 0 0 1   ½ ½ ½ 1 0 3,5/8 2086 -23,6
5 Maja Buchholz 2006 0     0   1 0 1 1 3,0/6 1981 -5,6

Endstand

Pl. Mannschaft Land MP BP 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10
1. Frankreich 13 22,0 x 2 2 2 2 2 4 3
2. Slowenien 12 21,5 x 2 2 3 3 0 4
3. Ungarn 11 21,0 2 2 x 3 2 3
4. Italien 11 19,0 2 2 x ½ 3 2 3
5. Slowakei 11 18,0 2 ½ 1 x ½ 3
6. Schweiz 8 16,0 1 ½ x 2 2
7. Österreich 7 17,5 2 1 x 2 2
8. Kroatien 7 17,0 2 4 1 1 x 1
9. Tschechien 6 15,0 0 2 2 2 2 3 x 1
10. Deutschland 4 13,0 1 0 1 1 2 2 3 x

Bernd Vökler:

Die Normenchance für den WIM-Titel verpasste Luisa Bashylina gegen die Schweizerin Gundula Heinatz. Gundula wurde mit 6,5 aus 8 zur besten Spielerin des Turnieres - auch und wegen des Sieges gegen Luisa in Runde 8. Dass die Frauenmannschaft trotzdem ein 2:2 erzielte, war Svenja und Maja zu verdanken. Beide machten die Niederlage von Lara an Brett 1 wett.

In Runde 9 kam bei den Mädchen alles zusammen: Unsere beiden ersten Bretter mussten leider abreisen, 0:1 - kampfloser Start. Was dann folgte war reif für Hollywood. Maja dreht eine schwierige Stellung - 1:1, Luisa gewinnt - 2:1, Svenja hat komplett gewonnen und überschreitet die Zeit - Drama. Unterm Strich bleibt: Luisa, Svenja und Maja haben ihr Potential gezeigt und die WIM-Normen kommen bestimmt.

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// Archiv: DSB-Nachrichten - Nationalmannschaft // ID 10936

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