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27.09.2013

Prognose zur Jugend-EM

Budva/Montenegro 28.09. - 09.10.2013

Alle Jahre wieder versuche ich, vor einem schachlichen Großereignis eine Prognose abzugeben. Oftmals wurden die „Tauben auf dem Dach“ verscheucht und selbst „der Spatz in der Hand“ ist noch entwischt. Deshalb picke ich mir dieses Jahr ziemlich willkürlich einige deutsche Starter heraus und würze die Vorschau etwas mit Historischem.

Die Veranstalter werben auf ihrer Homepage www.budva2013.org mit dem damals 13-jährigen Teilnehmer Magnus Carlsen. Bei meiner ersten Jugend-EM als Bundesnnachwuchstrainer habe ich 2003 in Budva den neuen Champion live erlebt.

Doch zurück zu diesem Jahr! Erstmals wagen wir ein Experiment, das eigentlich nur schief gehen kann und deswegen funktionieren muss!

In 2012 hatten wir den mutigen Prinzen Matthias Blübaum, der in der höheren Altersklasse U18 antreten wollte. Das Lehrgeld hat sich bezahlt gemacht! Siehe www.werder.de.

Filiz Osmanodja

Dieses Mal startet die Schachprinzessin Filiz Osmanodja in der U18 bei den Jungs! Sollte sie nicht eine weitere Medaille bei den Mädchen abgreifen? Wir haben uns dagegen entschieden! Filiz bereitet sich so auf die Jugend-WM in Al-Ain vor (bei den Mädchen) und kämpft „nebenbei“ um eine erste WGM-Norm.

Die Altersstufe U8 ist zum Glück männlich und weiblich besetzt. Durch die fehlende Deutsche Meisterschaft der DSJ in der U8 fällt es nicht leicht, geeignete Starter zu finden, zu evaluieren und entsprechend vorzubereiten. Laurin Haufe und Vanessa Wiemann stellen sich trotzdem ihrer ersten internationalen Bewährungsprobe.

Niemand kann aus seiner Haut, also auch ich nicht! Ich tippe 3 Top-Ten Platzierungen für Deutschland nämlich Juniorprinzessin Sonja Maria Bluhm (U16w), Jana Schneider (U12 w) und Julian Martin (U12 m).

Vincent Keymer

Für eine Medaillenprognose ist jedoch einzig Vincent Keymer (U10 m) gut. Der 9-Jährige aus Rheinland-Pfalz steht an der Schwelle zur Weltspitze in seiner Altersstufe (Weltrangliste Nr. 5). Er kommt aus einer musikalischen Familie und findet hoffentlich den richtigen Ton!

Die 21 deutschen Starter werden von hochkarätigen Coaches betreut. Die Großmeister Henrik Teske und Roland Schmaltz, die DSB-Trainer Ulrich Haag und David Lobzhanidze, dazu Newcomer Jonathan Carlstedt und der Bundesnachwuchstrainer kümmern sich um die schachlichen Belange.

Bleibt zu hoffen, dass alle gesund anreisen und das Mittelmeerklima im Oktober die Kombinationen und Strategien der Deutschen beflügelt.

Bernd Vökler
Bundesnachwuchstrainer

// Archiv: DSB-Nachrichten // ID 9150

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