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† Helmut Reefschläger

Georgios Souleidis
Helmut Reefschläger 2013 beim Neckar-Open in Deizisau

Im Alter von 71 Jahren verstarb am 3. Dezember Helmut Reefschläger im Krankenhaus von Rastatt. Dorthin war er nach einem zweiten Herzinfarkt vier Tage zuvor eingeliefert worden.
Reefschläger war Doktor der Mathematik, spielte seit frühester Jugend Klavier und begeisterte Familie, Freunde und Bekannte mit seinem Charakter: "Reefschläger war ein überaus charmanter, eloquenter und humorvoller Zeitgenosse." (Anton Lindenmair)

Schachlich brachte es Helmut Reefschläger bis zum Internationalen Meister. Allerdings erhielt er diesen Titel erst 1985, nachdem seine Nationalmannschaftskarriere bereits beendet war. Von 1975 bis 1983 wurde er 24 mal bei sechs Wettbewerben, darunter der Europameisterschaft 1983, eingesetzt. Seine höchste Elozahl erreichte er 1983 mit 2430.

Sein erstes Schachturnier spielte Helmut Reefschläger mit 16 Jahren in Detmold. Zwei Jahre später belegte er schon Platz vier bei den BRD-Jugendmeisterschaften. Es folgten noch viele weitere Turniere, darunter einige mit großen Erfolgen:

  • BRD-Mannschaftsmeister 1979 und 1981 mit der SG Porz
  • BRD-Pokalsieger 1987 mit dem Hamburger SK
  • Niedersächsischer Meister 1974, 1976, 1977 und 1978
  • 1964 und 1965 jeweils Platz 1 im Open von Eastbourne (England)
  • Jeweils Platz 1 bei Open in Bad Pyrmont 1973, Bad Waldliesborn 1977, Großhansdorf 1985 und Sulzfeld 2000

Zuletzt spielte Reefschläger in der zweiten Mannschaft der OSG Baden-Baden, nachdem er einige Jahre zuvor als Trainer in Baden angeheuert hatte. Davor war er bei der SGEM Rochade Kuppenheim aktiv.

Anton Lindenmair: "In den 1980er Jahren betreute Helmut die Nationalmannschaft des Deutschen Blinden- und Sehbehinderten-Schachbundes. So war er u.a. bei der Blindenschacholympiade 1985 in Benidorm (Spanien), bei der Einzel-WM in Moskau 1986 und bei der Heim-WM des DBSB in Wunsiedel 1990 tätig. Mich persönlich hat immer ganz besonders fasziniert, wie er in gemütlicher Runde eine Schachpartie 'zelebrieren' konnte. Die Aufmerksamkeit seiner Zuhörer war ihm da immer gewiss."

Eine eher kurze Funktionärskarriere gab es von 1974 bis 1978, als Reefschläger INGO-Sachbearbeiter des Niedersächsischen Schachverbandes war. Der Umgang mit Wertungszahlen war für das Mathegenie kein Problem.

Das Ehrenmitglied des Hamburger SK war viele Jahrzehnte mit Michael Dombrowsky gut befreundet. Für Dombrowsky's Buch "Berliner Schachlegenden" analysierte Reefschläger die Partien.

Einsätze in der Nationalmannschaft

  • 1975 2 Partien im Länderkampf gegen Jugoslawien in Medulin (Jugoslawien)
  • 1976 5 Partien im Nordischen Länderturnier in Bremen
  • 1978 6 Partien beim EG-Turnier in Teesside (England)
  • 1980 2 Partien beim Länderkampf gegen Ungarn in Oberhausen
  • 1982 4 Partien beim Mitropa-Cup in Bourgoin-Jallieu (Frankreich)
  • 1983 5 Partien bei der Europameisterschaft in Plowdiw (Bulgarien)

Frank Hoppe

// Archiv: DSB-Nachrichten // ID 20550

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