MAGNUS - Der Mozart des Schachs

29.09.2016 12:27

Im April dieses Jahres feierte der Film "Magnus" in New York Weltpremiere. Am 10. November kommt er nun auch in die deutschen Kinos. Nicht nur Schachspieler werden sich dann auf den Weg in die Filmtheater machen. Auch Menschen, die selbst nicht Schach spielen können, werden als Zuschauer erwartet.
Dabei geht es nicht einmal um einen Spielfilm. "Magnus" ist "nur" ein Dokumentarfilm, der das Leben und den Werdegang des besten Schachspielers der Welt und wohl auch aller Zeiten beschreibt - von Magnus Carlsen.

Erfahren Sie nun mehr über den Film im Pressetext der Verleihfirma.

Im Alter von 13 Jahren trifft ein schüchterner Junge aus Norwegen eine Entscheidung: Eines Tages wird er der beste Schachspieler der Welt sein!

Der Dokumentarfilm MAGNUS zeigt den rasanten und einzigartigen Aufstieg des heute 25-jährigen Magnus Carlsen, bekannt als der „Mozart des Schachs“. Dabei gewähren dem Zuschauer erstmals veröffentlichte Archivbilder und private Aufnahmen Einblicke in die Gedankenwelt eines modernen Genies. Angefangen bei seiner Kindheit begleiten wir Magnus Carlsen auf seinem ungewöhnlichen Weg an die Spitze der Schachwelt, einem Weg, geprägt von persönlichen Opfern, außerordentlichen Freundschaften und einer fürsorglichen Familie.

Regisseur Benjamin Ree erzählt eine Coming-of-Age-Geschichte, die inspiriert und nicht nur Schach-Fans in ihren Bann zieht.

Kinostart: Herbst 2016

Inhalt

Bereits als kleiner Junge unterscheidet sich Magnus Carlsen stark von seinen gleichaltrigen Klassenkameraden – gedankenverloren verbringt er viel Zeit alleine. Seine Eltern Henrik und Sigrun sorgen sich, bemerken allerdings schnell sein selektives Gedächtnis und starkes Interesse an Zahlen. Als sein Vater dem Fünfjährigen alle Regeln des Schachs beibringt, zeigt Magnus schnell sein außergewöhnliches Talent.

Mit bereits 13 Jahren erlangt Magnus den Großmeistertitel, den „schwarzen Gürtel“ des Denksports. Magnus’ Vater, selbst leidenschaftlicher Schachspieler, weigert sich, seinem Sohn starre Lernmethoden aufzuzwingen und lässt ihm weiterhin seine spielerische Art. Magnus’ Neugier und Faszination für Schach wird somit ausgebaut und seine fabelhafte Intuition gestärkt.

Magnus’ erstaunlicher Aufstieg im Schach hat jedoch seinen Preis: In der Schule wird er gemobbt und isoliert. Auf seinem ungewöhnlichen Weg zum Erfolg gibt ihm aber vor allem seine Familie immer wieder Halt.

Der erste Höhepunkt seiner Karriere ist das Turnier gegen die russische Schachlegende und ehemaligen Weltmeister Garri Kasparow – Magnus ist zu diesem Zeitpunkt 13 Jahre. Nur mit Mühe kann sich der Champion halten und Magnus schafft es, Kasparow innerhalb der ersten Partien zu einem Remis zu zwingen. Das Bild des kleinen Jungen, der dem weltbesten Spieler bei einem Turnier auf Augenhöhe begegnet, geht um die Welt.

Für Magnus steht nach diesem schicksalhaften Spiel fest: Er wird die Schachkrone erreichen!

10 Jahre später nimmt Magnus am Qualifikationsturnier um den Titelkampf für die Weltmeisterschaft teil. Nachdem er ein entscheidendes Spiel im fortgeschrittenen Turnier verliert, stellt Magnus fest, dass er sich nicht auf seine Intuition verlassen kann. Unter großem Druck, seine und die Erwartungen der Welt zu erfüllen, isoliert er sich im Kampf gegen seine inneren Dämonen. Mit ein bisschen Glück gewinnt er dennoch knapp den Wettkampf und qualifiziert sich für die Schachweltmeisterschaft – die Chance, endlich seinen Kindheitstraum zu verwirklichen.

Einige Monate später macht sich Magnus bereit für den Titelkampf. Sein Gegner, der fünffache Weltmeister Viswanathan Anand aus Indien, verwendet die besten Programme der Welt, um sich auf Wettkämpfe vorzubereiten. Magnus hingegen versucht, Computer so weit es geht zu vermeiden und eigenständig zu denken.

Mehrere zehn Millionen Menschen verfolgen das Weltmeisterschaftsspiel, welches in Chennai, Anands Heimatort, stattfindet. In den ersten Runden der insgesamt 12 Spielpartien behält der Champion die volle Kontrolle, während Magnus Probleme hat, dem hohen Druck standzuhalten. Anand ist 20 Jahre älter und Weltmeisterschaftsveteran.

Nach dem vierten Spiel trifft Magnus an einem freien Tag seine Familie. Sie spielen Karten und singen zu altbekannten norwegischen Liedern. Am nächsten Tag und mit neuer Energie zeigt Magnus alles, was in ihm steckt: Er spielt kreatives Schach, wie man es zuvor noch nicht gesehen hat und gewinnt dadurch als Zweitjüngster in der Geschichte des Schachs die Weltmeisterschaft.

MAGNUS ist die Geschichte eines Jungen, der die Welt erobert – ein einzigartiger Einblick in die Gedanken eines Genies auf seinem Weg zu Größe.

www.magnus-derfilm.de

Über den Regisseur

Benjamin Ree ist ein norwegischer Dokumentarfilmemacher. Er studierte Journalismus an der Hochschule Oslo und arbeitete im Anschluss für Reuters und frei für die BBC. Später begann er, preisgekrönte Kurzdokumentarfilme zu drehen, welche auf dem internationalen Dokumentarfilmfestival in Amsterdam und auf dem Chicago International Children’s Film Festival Premiere feierten. Momentan arbeitet er als Koproduzent für VGTV. MAGNUS ist das Porträt des weltbesten Schachspielers Magnus Carlsen und Rees erster Dokumentarfilm in Spielfilmlänge. Im April 2016 feierte MAGNUS auf dem Tribeca Filmfestival in New York Weltpremiere.

Text: filmcontact Berlin
Einleitung: Frank Hoppe

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