Polen gewinnt die 31. NATO-Schachmeisterschaft

23. November 2021

Das siegreiche polnische Team (v.l.n.r.): Slawomir Kedzierski, Mateusz Tustanowski, Dariusz Sycz, Kamil Cichy, Mateusz Sypien, Daniel Michalski, Damian Graczyk, Marcin Pietruszewski

Die 31. Schachmeisterschaft der NATO wurde vom 11. bis 15. Oktober in Blankenberger an der belgischen Nordseeküste durchgeführt. Deutschland reiste als Titelverteidiger in das Nachbarland. Der Wanderpokal "König Knut", den sie aufgrund der Pandemie zwei Jahre behalten durften, war mit im Gepäck. Ulrich Bohn: "Insgesamt nahmen 98 Spieler aus 15 Ländern teil. Das Turnier wurde als siebenrundiges Einzelturnier mit Mannschaftswertung ausgetragen. Je Nation konnten acht Spieler gemeldet werden, von denen sechs im nationalen Team antraten und zwei Spieler auf NATO-Teams verteilt wurden. Je Team wurden die besten vier Spieler in der Einzelwertung für die Mannschaftswertung berücksichtigt. Das Team der Bundeswehr ging nominell – wie so oft auch in den Jahren zuvor – neben den Mannschaften aus Polen und Griechenland als leichter Favorit an den Start. Konnte doch neben den erfahrenen Spielern insbesondere mit Regierungsinspektoranwärter FM Robert Stein ein junger, starker Spieler gemeldet werden, der in der Spielerliste sogleich an Nummer eins gesetzt war."

Nach vier Runden konnte die deutsche Mannschaft noch optimistisch nach vorne schauen. Doch in Runde fünf kam der Einbruch und Polen und Griechenland überholten die Deutschen.

Die deutsche Mannschaft: Ulrich Bohn, FM Robert Stein, Tobias Jacob, Oliver Nill, Karl Koopmeiners, Guido Schott, Hans-Christoph Andersen, Wilhelm Jauk , FM Mark Helbig

Endstand

Pl. Mannschaft Land Pkt.
1. Polen 21,0
2. Griechenland 20,5
3. Deutschland 19,0
4. Dänemark 18,5
5. USA 17,0
6. Litauen 17,0
7. Italien 16,5
8. Slowenien 16,0
9. Belgien 14,5
10. NATO 2 14,0
11. Niederlande 14,0
12. Lettland 14,0
13. England ENG 13,5
14. NATO 1 12,5
25. Estland 12,5
16. NATO LTM 12,0
17. Kanada 10,5
18. Luxemburg 9,5

Einzelwertung

Pl. Name Elo Mannschaft Land Pkt. Lstg. Buch
1 Lukas Stauskas 2325 Litauen 6,0 2476 32,50
2 FM Robert Stein 2344 Deutschland 5,5 2433 34,50
3 FM Finn Pedersen 2294 Dänemark 5,5 2381 33,00
4 CM Alexandros Papasimakopoulos 2248 Griechenland 5,5 2391 30,50
5 Marcin Pietruszewski 2197 Polen 5,5 2288 27,00
6 Mateusz Sypien 2243 Polen 5,5 2300 27,00
7 Dariusz Sycz 2182 Polen 5,0 2211 30,00
8 Hans-Christoph Andersen 2212 Deutschland 5,0 2290 30,00
9 IM Anastasios Pavlidis 2343 Griechenland 5,0 2250 29,50
10 Luigi Delfino 2253 Italien 5,0 2246 29,50
...
19 FM Mark Helbig 2291 Deutschland 4,5 2202 29,00
27 Ulrich Bohn 2184 Deutschland 4,0 2083 30,00
28 Wilhelm Jauk 2169 NATO 1 4,0 2061 29,50
35 Guido Schott 2029 NATO 2 4,0 2021 26,50
39 Tobias Jacob 1967 Deutschland 4,0 1971 24,00
43 Oliver Nill 2205 Deutschland 4,0 1954 22,50
47 Karl Koopmeiners 1968 NATO LTM 3,5 1892 27,50

Partien der deutschen Spieler

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D02

// Archiv: DSB-Nachrichten - DSB // ID 10800

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