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Seniorenmeister kommt aus Lübeck

Turnierseite

Neuenkirchen, den 05.04.2010

IM Sergej Salov gewinnt ersten Seniorentitel

Die 14. Seniorenmeisterschaft des Landesverbandes Schleswig-Holstein fand in der Zeit vom 27. März bis zum 2. April 2010 in Büsum statt.
Mit einer Rekordbeteiligung nahmen 40 männliche und 4 weibliche Teilnehmer den Kampf um den Titel des Seniorenmeisters des Landes Schleswig-Holstein auf.
Neben Klaus Seeck vom Husumer SV, der den Titel bereits 5 mal erringen konnte, auch die weiteren Titelträger vergangener Jahre, darunter Dr. Heinz Meyer vom Flensburger SK, dreimaliger Titelträger, Nils-Peter Schmidt und Franz Felser vom VSF Flintbeck, Jürgen Dümmke vom Ahrensburger TSV sowie der Vorjahresmeister Alexander Berenstein von der SV VHS Rendsburg.

Sergej Salov

Die Bedeutung des Seniorenschachs insbesondere auch der Wert eines Landesmeisterstitels erhielt in diesem Jahr noch einmal eine zusätzliche Aufwertung durch die erstmalige Teilnahme des Internationalen Meisters Sergej Salov vom Lübecker SV.
Aber bereits die erste Runde zeigte dass die vermeintlich Schwächeren nicht nur zum Punkteabliefern angetreten waren.
So musste sich Klaus Seeck gegen Manfred Zimmermann und Rainer Gehrmann gegen Friedemann Albers mit einem Remis zufrieden geben, ebenso wie Alexander Berenstein gegen seinen Klubkameraden Eckhard Schierling und Gerhard Meiwald gegen Horst Klüver. Franz Felser leistete sich sogar eine Startniederlage gegen den stark aufspielenden Gerhard Holzberg.
Die weiteren Favoriten wie Sergej Salov, Jürgen Dümmke, Edmund Lomer und Dr.Heinz Meyer gaben sich keine Blöße.

Nach der zweiten Runde erfreuten sich noch 7 Spieler einer weißen Weste, darunter auch Sergej Salov, Jürgen Dümmke, Edmund Lomer und Nils-Peter Schmidt.
Aber schon nach der dritten Runde konnten sich Sergej Salov und Jürgen Dümmke ein wenig vom Verfolgerfeld absetzen.
Edmund Lomer, Alexander Berenstein und Klaus Klotzki folgen mit einem halben Punkt Abstand.
Bereits deutlich zurück Klaus Seeck und Rainer Gehrmann.

Sergej Salov

In der 4. Runde mussten die bis dahin allein verlustpunktfreien Sergej Salov und Jürgen Dümmke gegeneinander natürlich Farbe bekennen.
Aber Sergej Salov bewies mit seinem Sieg gegen Jürgen Dümmke einmal mehr, dass er in diesem schon sehr erlesenen Feld von Spitzenspielern der Seniorenklasse, doch noch einen Turbo starten kann, wenn seine Konkurrenten schon am Limit sind.
Mit einem Sieg über Edmund Lomer hatte sich Vorjahrestitelträger Alexander Berenstein inzwischen mit 3,5 Punkten vor weiteren acht Spielern mit 3 Punkten auf die Verfolgung gemacht.

In der Spitzenpaarung der 5. Runde gab Salov gegen Berenstein seinen ersten halben Punkt ab und Jürgen Dümmke konnte mit seinem Sieg gegen Günter Hamann wieder zu Alexander Berenstein aufschließen.
Da es an den folgenden Spitzenbrettern durchweg auch zu Punkteteilungen kam rückte das Verfolgerfeld wieder etwas dichter zusammen, einzig Peter Magdorf konnte mit seinem Sieg gegen Edmund Lomer etwas mehr Boden gutmachen.

Nach einem etwas überraschenden Remis von Sergej Salov gegen Hans-Jürgen Scepanik in der 6. Runde konnte Alexander Berenstein mit seinem Sieg gegen Jürgen Dümmke zum führenden Salov auf schließen, jetzt beide mit 5 aus 6 vor 10 Spielern die alle mit 4 Punkten bereits einen ganzen Punkt Rückstand aufwiesen.

Nachdem sich in der 7. Runde Sergej Salov von Franz Felser und Alexander Berenstein von Peter Magdorf jeweils remis trennten und sich außer einem Sieg von Jürgen Dümmke gegen seinen Vereinskollegen Erwin Lehmann auch alle weiteren Verfolger mit Punkteteilungen zufrieden geben mussten, waren Salov und Berenstein mit 5,5 vor Jürgen Dümmke mit 5 und weiteren 9 Verfolgern mit 4,5 Punkten noch mit allen Möglichkeiten für die beiden Schlussrunden ausgestattet.

Klaus Klotzki, Sergej Salov

In der 8. Runde konnte sich Sergej Salov am Spitzenbrett gegen Klaus Klotzki durchsetzen und sich damit nach Remisen von Berenstein gegen seinen Vereinskollegen Nikolai Quiring sowie von Jürgen Dümmke gegen Gerhard Meiwald und Franz Felser gegen Peter Magdorf wieder etwas absetzen.

In der Schlussrunde konnte sich Sergej Salov gegen Klaus Seeck mit einem Remis begnügen, da seine Feinwertung von seinem einzigen Verfolger im Kampf um den Titel Alexander Berenstein nicht mehr einzuholen war.
Aber Alexander Berenstein musste sich gegen Eckhard Stomprowski der heftigsten Angriffe erwehren, bevor er mit seinem Sieg dann doch noch zu Sergej Salov aufschließen konnte.

Mit 7 Punkten wurde der Titel zum ersten Mal, mit der besseren Feinwertung von Sergej Salov gewonnen und Vorjahressieger Alexander Berenstein musste sich dieses Mal trotz ebenfalls erreichter 7 Punkte mit dem Titel des Vizemeisters zufrieden geben.
Mit 6 Punkten folgte Jürgen Dümmke alleine auf Platz 3 vor weiteren 11 Spielern mit 5,5 Punkten, darunter auch Nils Peter Schmidt der nach Feinwertung Platz 6 belegte und damit den Titel des besten Nestors erringen konnte.

Den Titel der Seniorenmeisterin konnte sich Dietlind Meinke (MTV Leck) mit 4,5 Punkten sichern.

Im Rahmen der Turnierwoche wurde auch die Seniorenblitzeinzelmeisterschaft von Schleswig-Holstein ausgespielt. Den Titel konnte Rainer Gehrmann (SV Eutin) vor Alexander Berenstein (SV VHS Rendsburg) beide 8,5 aus 11, vor Gerhard Meiwald (SV VHS Heide) mit 8 aus 11 gewinnen. Bester Nestor Franz Felser (VSF Flintbeck).

Gerhard Meiwald,
Pressereferent des Schachverbandes Schleswig Holstein und der Seniorenkommission des Deutschen Schachbundes

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