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Präsidenten des Deutschen Schachbundes

Zeitraum Amtsinhaber
seit 27.05.2017
* 15.11.1967

Krause kandidierte auf dem Kongress in Linstow 2017 gegen Herbert Bastian und erreichte 99:71 Stimmen bei 42 Nein-Stimmen und 7 Enthaltungen. Während Bastian die Wahl als entschieden ansah, Krause zur Wahl gratulierte und sich beim Versammlungsleiter abmeldete, wurde nach einer Beratung ein zweiter Wahlgang vorbereitet, weil Krause nicht die absolute Mehrheit erreicht hatte. Hier war das Ergebnis: 118 Stimmen für Krause, 87 dagegen und 13 Enthaltungen.

04.06.2011 - 27.05.2017
* 10.12.1952

Setzte sich beim Kongress in Bonn am 4. Juni 2011 mit 127:78 Stimmen bei 10 Enthaltungen gegen den bisherigen Vizepräsidenten Dr. Hans-Jürgen Weyer durch. Bastian ist Internationaler Meister und war Mitglied der bundesdeutschen Nationalmannschaft.
Beim Kongress am 16. Mai 2015 in Halberstadt gewann Bastian mit 109:76 Stimmen bei 29 Enthaltungen und zwei ungültigen Stimmen gegen Herausforderer Joachim Gries. Auf dem Kongress 2017 in Linstow unterlag er dem Gegenkandidaten Ullrich Krause.

19.05.2007 - 04.06.2011
* 06.12.1954

Robert von Weizsäcker wurde auf dem Bundeskongress in Bad Wiessee am 19. Mai 2007 mit nur sechs Gegenstimmen zum neuen DSB-Präsidenten gewählt. Der bisherige Amtsinhaber Alfred Schlya kandidierte nicht mehr.
von Weizsäcker ist seit 2004 Fernschach-Großmeister und Mitglied der Fernschach-Nationalmannschaft.
Auf dem 100. Kongreß am 23. Mai 2009 in Zeulenroda mußte sich von Weizsäcker Herausforderer Herbert Bastian stellen und siegte in der geheimen Abstimmung mit 135 zu 88. 2011 tritt von Weizsäcker nicht mehr an und wird nach einem Antrag des Bayerischen Schachbundes bei nur einer Enthaltung zum Ehrenpräsident gewählt.

2001 - 19.05.2007
* 25.10.1935

Der Oberhausener Alfred Schlya kandidierte auf dem Kongreß im Mai 2007 nicht mehr. In einer geheimen Wahl wurde ihm die Ehrenpräsidentschaft zuerkannt.

06.05.1989 - 2001
* 29.05.1931 , † 05.07.2005

Der Bremer war ein starker Schachspieler (FIDE-Meister) und auch im Fernschach sehr erfolgreich (Nationalspieler, Internationaler Meister). 1989 wurde Ditt zum Präsidenten des DSB gewählt. In die Anfangsphase seiner Amtszeit fiel die von ihm maßgeblich mitgestaltete, am 29. September 1990 vollzogene Zusammenführung des DSB mit dem Schachverband der DDR. 2001 trat er altersbedingt zurück und wurde zum Ehrenpräsidenten ernannt.

00.00.1983 - 06.05.1989
* 31.12.1923 , † 16.08.1989

Hohlfeld gehörte jahrelang zu den stärksten Spielern Niedersachsens und wurde 1957 und 1965 niedersächsischer Meister. Von 1958 bis 1963 sowie von 1966 bis 1972 war er Vorsitzender des Niedersächsischen Schachverbandes. Von 1971 bis 1983 war er Vizepräsident des Deutschen Schachbundes, ehe er die Nachfolge Alfred Kinzels als Präsident des Deutschen Schachbundes antrat. Im Mai 1989 verzichtete er aus gesundheitlichen Gründen auf eine Wiederwahl. 1987 erhielt er die Goldene Ehrennadel des DSB und wurde 1989 - kurz vor seinem Tod - Ehrenpräsident des Deutschen Schachbundes.

1975 - 1983
* 28.09.1912 , † 17.08.2004

Der starke Berliner Schachmeister Alfred Kinzel war von 1971 bis 1974 Vorsitzender des Berliner Schachverbandes. Bereits seit 1966 war er im Deutschen Schachbund tätig, zuerst als zweiter Vizepräsident und ab 1971 als erster Vizepräsident. Nach dem Ableben des Präsidenten Ludwig Schneider wurde er 1975 Präsident. Kinzel bekam 1976 die Goldene Ehrennadel des DSB und wurde 1983 Ehrenpräsident. Nach der politischen Wende 1989 verlegte er seinen Altersruhesitz von Berlin nach Neuruppin.

1969 - 1975
* 11.06.1907 , † 00.00.1975

War bis zu seinem Tod Präsident des DSB

1951 - 26.11.1968
* 16.11.1902 , † 26.11.1968

Von 1948 bis zu seinem Lebensende war Dähne 1. Vorsitzender des Hamburger Schachklubs. 1951 übernahm er auch die Präsidentschaft im DSB. Er bekleidete dieses Amt bis zu seinem Tod. In seiner Amtszeit verdoppelte sich die Anzahl der Mitglieder von 24.000 auf etwa 48.000. 1952 stiftete er den Pokal Silberner Turm. Ihm zu Ehren heißt die Deutsche Pokal-Einzelmeisterschaft auch Dähne-Pokal.

1948 - 1951
* 23.02.1905 , † 25.10.1978

Czaya war ein starker Schachspieler und erster Nachkriegspräsident des Deutschen Schachbundes. 1947 war er Mitbegründer der Arbeitsgemeinschaft deutscher Schachverbände - dem Vorgänger des 1950 wiedergegründeten DSB - und wurde deren Vorsitzender. 1951 trat er aus beruflichen Gründen zurück und wurde zum Ehrenmitglied ernannt.

26.08.1938 - 1945
* 14.07.1903 , † 18.01.1986

Wurde nach dem Tod von Zander im August 1938 vom Registergericht zum Bundesleiter im Großdeutschen Schachbund berufen.

Ehrhardt Post, der unter Zander noch Stellvertreter war, wurde Geschäftsführer. Moraller galt bald nur noch als zweiter Mann und Post herrschte ab 1939 unumschränkt. [Quelle: ballo.de]

1933 - 1938
* 11.08.1886 , † 20.06.1938
Bundesleiter im Großdeutschen Schachbund und starker Spieler. Zander machte aus seiner nationalsozialistischen Gesinnung keinen Hehl und erklärte in einem seiner ersten öffentlichen Auftritte: "Juden können wir zu unserer Arbeit nicht brauchen, sie haben aus den Vereinen zu verschwinden."
Der Deutsche Schachbund wurde am 9. Juli 1933 in Bad Pyrmont mehr oder weniger zwangsweise vom knapp zwei Jahre zuvor gegründeten Großdeutschen Schachbund übernommen. [Quelle: ballo.de]
von 00.04.1934

Kommissarischer Leiter des GDSB

00.00.1933 - 00.04.1934
Helmut Pruske

Berlin. Kommissarischer Leiter des GDSB.

1920 - 1933
* 15.08.1867 , † 15.07.1938

Der Hamburger war bereits seit 1908 Präsident des Hamburger SK und seit 1914 zweiter Vorsitzender des DSB. Robinow bekam auf dem Kongreß in Berlin mit 2976 zu 289 Stimmen gegenüber Ehrhardt Post den Vorzug. Nach der Machtergreifung durch die Nationalsozialisten mußte Robinow wegen seiner jüdischen Herkunft im April 1933 seine Funktionärstätigkeiten - die Präsidentschaft im Deutschen Schachbund und den Vorsitz des Hamburger Schachklubs - niederlegen. [Quelle: ballo.de]

1901 - 1920
* 02.07.1859 , † 27.05.1929

Der verdienstvolle Gebhardt war ein Lehrer für alte Sprachen und Leiter des Gymnasiums in seinem Wohnort Coburg. Während seiner Amtszeit nahm der Deutsche Schachbund einen großen Aufschwung. Auch Tarrasch war wieder versöhnt. Der 1. Weltkrieg 1914 bis 1918 hinterließ auch seine Spuren im DSB und Gebhardt kandidierte auf dem Kongreß 1920 in Berlin nicht mehr. Er lehnte die ihm von Ehrhardt Post angetragene Wiederwahl mit den Worten ab "meine Zeit ist abgelaufen" und schlug stattdessen Robinow zum Nachfolger vor. [Quelle: ballo.de]

1899 - 1901
* 14.07.1857 , † 25.11.1926

Arzt aus Köln
Trimborn wurde 1898 zum Stellvertreter von Lange gewählt. Nach dessen Tod übernahm er die Leitung des Bundes. Noch vor dem Kongreß 1902 in Hannover trat Trimborn wieder zurück. [Quelle: ballo.de]

1894 - 1899
* 07.08.1832 , † 08.12.1899

Der zu den stärksten deutschen Meistern zählende Lange war bis zu seinem Tode Präsident des Deutschen Schachbundes. Er übernahm nach dem überraschenden Tode Zwanzigs zuerst kommissarisch den Vorsitz. In seiner Amtszeit führte ein Streit mit Siegbert Tarrasch dazu, daß mehrere Vereine aus dem DSB austraten. [Quelle: ballo.de]

1877 - 06.01.1894
* 01.05.1837 , † 06.01.1894

Leipzig
Zwanzig war 1876 Kassierer des Leipziger Schachvereins Augustea. Er wird erster Präsident des Deutschen Schachbundes, weil er sich um dessen Entstehung sehr verdient gemacht hatte. Zwanzig betreibt intensive Mitgliederwerbung (Rundschreiben an die Vereine) und erarbeitet eine Satzung, die 1879 verabschiedet wird. Seine Führung war autoritär und er hatte praktisch alle Funktionen des Schachbundes auf sich vereint - vom Vorsitzenden bis zum Schriftführer.
1894 erlag der kinderlose Zwanzig auf einer Geschäftsreise in Gera 56jährig einem Herzinfarkt. Ein Schachklub in Berlin trägt später seinen Namen. [Quelle: ballo.de]

Deutscher Schachverband der DDR

Der DSV wurde am 27. April 1958 in Leipzig gegründet. Als im April 1969 das SED-Politbüro mit dem sogenannten „Leistungssportbeschluss“ anordnete, nur noch bestimmte Sportarten zu fördern, gehörte Schach nicht zu diesen. In der Folge wurden die internationalen Kontakte stark eingeschränkt.

Nach der Wiedervereinigung galt es, die beiden Schachverbände DSB und DSV zusammenzuführen. Dies geschah beim Kongreß in Leipzig am 29. September 1990, als die Landesverbände der ehemaligen DDR dem DSB beitraten. Dr. Michael Schmidt wurde Vizepräsident des DSB, Egon Ditt blieb Präsident. Durch die Zugänge erreichte der DSB die Stärke von 120.000 Mitgliedern.

Zeitraum Amtsinhaber
26.05.1990 - 31.12.1990
Dr. Michael Schmidt
* 25.10.1944
1978 - 26.05.1990
Werner Barthel
* 01.12.1921 , † 08.10.2003

In den 60er Jahren wurde Barthel in das Präsidium des Schachverbandes der DDR gewählt. Seine besondere Aufgabe war es, an seinem Wohnsitz Strausberg Spitzenspieler zu konzentrieren, die sich neben ihrem Wehrdienst gleichzeitig in ihrer Sportart Schach auf hohem Niveau weiterentwickeln sollten. So weilten in den Jahrzehnten bis 1990 viele bekannte Schachspieler in Strausberg. Die wohl bekanntesten waren die Großmeister Lothar Vogt, Uwe Bönsch und Wolfgang Uhlmann. Lange Jahre war Werner Barthel Vizepräsident des Schachverbandes der DDR, bevor er 1978 zum Präsidenten gewählt wurde. Folgerichtig wurde er Mitglied der FIDE. Barthel wurde am 24. Oktober 2003 auf dem Waldfriedhof in Eggersdorf mit weit über einhundert Trauergästen, u.a. dem Bürgermeister Strausbergs, beerdigt.

1964 - 1978
Armin Heintze

Dem Hallenser Diplom-Juristen Armin Heintze wurde auf einer der letzten Präsidiumstagungen des DSV im Jahr 1964 nach einer Beratung das Amt des Präsidenten übertragen. Heintze war bis dahin Vorsitzender der Rechtskommission des DSV.
Becher bat aus gesundheitlichen und familiären Gründen um Entbindung von seinem Amt. [Quelle: SCHACH 11/1964, S.325]

27.04.1958 - 1964
Arno Becher

Der Leipziger Arno Becher, der auch die Leitung des Gründungs-Verbandstages des DSV im April 1958 in Leipzig inne hatte, wurde im neuen - en bloc gewählten - Präsidium mit dem höchsten Amt betraut. Otto kehrte wieder in die zweite Reihe als einer von drei Vizepräsidenten zurück. [Quelle: SCHACH 10/1958, S.145]

15.02.1958 - 27.04.1958
Arno Otto
Übernahm nach dem Rücktritt Salzls bis zum 1. Verbandstag die Amtsgeschäfte.
29.04.1956 - 15.02.1958
Friedrich L. Salzl
Meerane
Salzl trat im Februar 1958 aus beruflichen und gesundheitlichen Funktionen als Präsident der Sektion Schach zurück. Bis zu Bildung des Deutschen Schachverbandes im April 1958 wurde Vizepräsident Arno Otto mit der Leitung des Präsidiums beauftragt. [Quelle: SCHACH 5/1958, S.79]
23.05.1954 - 28.04.1956
Adolf Pawlitta
Sömmerda
Pawlitta verlas auf der Präsidiumstagung in Halle/Saale 1956 eine Erklärung, das er aus beruflichen Gründen (Fernstudium) sein Amt als Präsident der Sektion Schach zur Verfügung stellt. Pawlitta blieb ohne Geschäftsbereich aber Mitglied des Präsidiums. Friedrich L. Salzl aus Meerane - der sich auf der Tagung mit einem inhaltsreichen Situationsbericht zur Sektion Schach hervortat - übernahm die Nachfolge Pawlittas. [Quelle: SCHACH 10/1956, S.158]
1953 - 23.05.1954
Prof.Dr. Georg Klaus
* 28.12.1912 , † 29.07.1974

Klaus war ein sehr starker Schachspieler und belegte 1942 bei der Deutschen Meisterschaft einen geteilten zweiten Platz. 1953 wurde er Nachfolger des inhaftierten Baender als Präsident der Sektion Schach. Nach seiner Berufung an die Humboldt-Universität tritt Klaus in der Sektion Schach nicht mehr in Erscheinung und wird 1954 abberufen. Der auch international hochgeachtete Philosoph Georg Klaus stirbt am 29. Juli 1974 nach langjähriger schwerer Krankheit im 61. Lebensjahr. Klaus ist in Berlin-Lichtenberg bestattet worden. [Quelle: ballo.de]

bis 1953
Paul Baender
* 30.11.1906 , † 18.12.1985

Berlin
Präsident der Sektion Schach
Baender kam 1921 nach Görlitz, absolvierte eine Lehre in einer Buchhandlung und eine Ausbildung zum Kaufmann. 1933 flüchtete er vor den Nationalsozialisten nach Prag und wanderte 1938 nach Bolivien aus. 1947 kehrte er nach Deutschland zurück und machte in der SED schnell Karriere. 1950 wurde Baender Staatssekretär. Am 15. Dezember 1952 verhaftet die Staatssicherheit im Ministerium für Handel und Versorgung Minister Dr. Karl Hamann (LDPD) sowie seine Staatssekretäre Rudolf Albrecht (DBD) und Paul Baender (SED). Ihnen wird jahrelange Sabotage zur Last gelegt. Baender selbst schrieb später, das man ihm als Kommunisten die Flucht nach Bolivien vorwarf. Nach vier Jahren in Haft kam er 1956 frei. [Quellen: wiki2.derkunde.de, www.payer.de, www.17juni53.de]

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