Spielbetrieb

Der Spielbetrieb wird organisiert von der Bundesspielkommission unter dem Vorsitz des Bundesturnierdirektors Ralph Alt.

Hier kann man den Ergebnisdienst aufrufen.

Bundesturnierdirektor: Ralph Alt
Soxhletstr. 6, 80805 München
089/5501784


Am 2. August ging es für mich und Wilfried Bode, dem Trainer des Deutschen Blinden- und Sehbehinderten-Schachbundes DBSB, nach Dresden zur Deutschen Einzelmeisterschaft. Nachdem ich in Sofia ein ordentliches Turnier gespielt hatte, war ich relativ zuversichtlich, auch dort spannende Partien spielen zu können.

Der Kampf um die Deutsche Meisterschaft 2018 war das erwartet spannende Duell zwischen den Großmeistern Hagen Poetsch und Rainer Buhmann. Poetsch hatte die etwas leichtere Aufgabe und zudem die weißen Steine. Doch was heißt das schon, denn beide Titelanwärter gingen mit leichtem Nachteil in das Mittelspiel. Während Buhmann diese schwierige Phase gut meisterte, wollte Poetsch heute nichts gelingen. Folglich fuhr sein Gegner den ganzen Punkt ein. Buhmann hatte zu diesem Zeitpunkt bereits das Zepter fest in der Hand und brachte die Partie siegreich zu Ende. Die Meisterschaft war entschieden. Herzlichen Glückwunsch an Rainer Buhmann!

Eduard Miller hielt gestern gegen seinen übermächtigen Gegner Rainer Buhmann nur 25 Züge lang mit. Dann schlug er unvorsichtigerweise den Bauern d5 anstatt den auf b2 und hatte danach nicht nur Probleme im Zentrum, sondern mußte auch den Verlust des Bauern f5 beklagen. Nach 34 Zügen stellte Miller den Widerstand ein.

Am Nebenbrett ging es weit spannender zu, denn Hagen Poetsch schien bereits nach der Eröffnung in den Seilen zu hängen.

Sie belauerten sich 41 Züge lang, in denen nichts Nennenswertes passierte, dann war die Punkteteilung perfekt. Die beiden Großmeister Hagen Poetsch und Rainer Buhmann mußten dadurch allerdings die Konkurrenz aufschließen lassen. Die besteht erst einmal nur aus Eduard Miller, dessen Gegner innerhalb von zwei Zügen eine gleiche Stellung in eine Ruine verwandelte.

Die beiden Großmeister Rainer Buhmann und Hagen Poetsch gewann gestern an den Spitzenbrettern als Einzige ihre Partien, nehmen mit 4½ aus 6 die Pole-Position ein und müssen demzufolge heute gegeneinander spielen. Poetsch, der gestern dem Mattangriff seines Gegners mit einem eigenen Mattangriff zuvorkam, hat Weiß.

Auf der Erfolgswelle schwimmt auch der Teilnehmer des Deutschen Blinden- und Sehbehinderten-Schachbundes, René Adiyaman. Der 22-Jährige ist mit DWZ 2037 der absolute Außenseiter der Meisterschaft, hat aber nach sechs Runden schon 2½ Punkte. Gestern mußte der erfahrene IM Arno Zude einen halben Punkt gegen ihn abgeben. Für Adiyaman ist das Turnier die perfekte Einstimmung auf die Junioren-Weltmeisterschaft der IBCA, die am 14. August in Solec-Zdroj (Polen) beginnt.

David Färber sorgte gestern bei der Deutschen Meisterschaft in Dresden dafür, das der Buhmann-Express nach einem gemächlichen Start (drei Remis) weiter an Fahrt gewinnt. Mit 3½ aus 5 teilt sich der Großmeister jetzt die Spitze zusammen mit gleich fünf punktgleichen Konkurrenten, die bei hochsommerlichen Temperaturen Punkteteilungen nicht abgeneigt sind. Obwohl in einem klimatisierten Saal gespielt wird.

Die Deutsche Schachmeisterschaft in Dresden hat seit gestern einen neuen Großmeister im Teilnehmerfeld. Hagen Poetsch, der seine letzte Titelnorm am 2. April beim GRENKE-Open holte, wird seit gestern in der Elo-Datenbank der FIDE als Großmeister geführt. Wobei die FIDE-Vorstandssitzung vom 8. bis 11. Juli in Bukarest Poetsch bereits den Titel zuerkannte. Bundesturnierdirektor und Turnierleiter Ralph Alt gratulierte dem fast 27-Jährigen unter dem Applaus der Anwesenden zum Rundenbeginn um 14 Uhr. Wir gratulieren natürlich auch!

Mark Kvetny behauptete in Runde drei mit einem Remis gegen Adrian Gschnitzer die knappe Tabellenführung. Der Dritte im Bund der Verlustpunktfreien, Eduard Miller, hatte keine Chance mit Schwarz gegen den Titelmitfavoriten Hagen Poetsch. Damit schloß Poetsch zu Kvetny und Gschnitzer mit jeweils 2½ aus 3 auf.

So langsam den Kontakt zur Spitze verliert der eigentliche Titelfavorit Rainer Buhmann. Auch in Runde drei konnte er nur den Punkt teilen. Es war sein zwölftes Remis in Folge bei Deutschen Meisterschaften!

Informationen der Spielleitung

DSB-Empfehlungen

Empfehlungen des DSB zur Turnierorganisation (Stand: Oktober 2017)

Beachten Sie bitte unsere Unterseite zum Thema, die u.a. auch die älteren Empfehlungen enthält.