Nach Abschluss des Auswahlverfahrens hat das Präsidium Carsten Schmidt zum neuen Geschäftsführer berufen. Er wird seine Tätigkeit zum 01.02.2026 aufnehmen.
07.01.2026
Die Geschäftsstelle des Deutschen Schachbundes hat einen neuen Geschäftsführer. Herr Schmidt verfügt über langjährige Erfahrung in der Geschäftsführung und Finanzsteuerung mittelständischer Unternehmen. Darüber hinaus ist er mit den Strukturen des Deutschen Schachbundes bereits aus früherer Tätigkeit vertraut, unter anderem durch Buchhaltungs- und Verwaltungstätigkeiten für den Verband.
Weiterlesen … Neue Geschäftsführung beim Deutschen Schachbund
Verfahrensfehler bei der Rückkehr von Russland und Belarus an die Bretter: Die Ukraine ist Beschwerdeführer, Deutschland, England, Norwegen und Estland unterstützen.
06.01.2026
Beschwerdeführer ist der Ukrainische Schachverband, der Englische Schachverband, der Estnische Schachverband, der Norwegische Schachverband und der Deutsche Schachbund haben sich angeschlossen. In der Nacht von Montag auf Dienstag reichten diese fünf Schachverbände Klage beim Internationalen Sportgerichtshof CAS in der Schweiz ein. Das bedeutet nicht mehr und nicht weniger, als dass die Verbände sich wehren – gegen die Art und Weise, wie die Entscheidungen bei der Mitgliederversammlung des Weltverbandes FIDE zustande kamen, die russischen Mannschaften mit Flagge und Hymne wieder zu großen Turnieren wie der Olympiade 2026 in Usbekistan zuzulassen. Die Weichen hierfür hatte FIDE-Präsident Arkady Dvorkovich, russischer FIDE-Präsident seit 2018, am 14. Dezember bei der Generalversammlung der FIDE am 14. Dezember gestellt. Eine chaotische Veranstaltung, bei der nach Ansicht zahlreicher internationaler Verbandsvertreter mehrfach das Versammlungsrecht gebeugt worden sei. Darauf hatten mehrere Mitgliedsverbände sofort verwiesen, wurden aber übergangen.
Weiterlesen … Russland-Frage vor Sportgerichtshof CAS: Der DSB und vier weitere Nationalverbände verklagen die FIDE.
DSAM-Doppelschlag in Bonn und Potsdam
05.01.2026
Zweimal mehr als 700 Teilnehmende innerhalb von nur elf Tagen – die DSAM bewies eindrucksvoll, dass sich mit ihr sowohl das Weihnachtsfest als auch der Jahresauftakt bestens verbinden lassen. Kurz vor den Feiertagen gingen in Bonn 716 Schachbegeisterte an den Start, zum Auftakt des neuen Jahres waren es in Potsdam sogar 734. Damit unterstrich die Serie einmal mehr ihre große Attraktivität und ihre besondere Bedeutung für den Breitenschachsport. Unabhängig von Spielstärke oder Alter: Bei der DSAM findet jede und jeder seinen Platz. In Potsdam reichte die Altersspanne von beeindruckenden 91 bis zu gerade einmal sechs Jahren. Der älteste Teilnehmer war Egon Raitza vom SSC Rostock 07, der jüngste Oskar Carlstedt vom Ludwigsfelder Schachclub 54 – zwischen beiden liegen stolze 85 Lebensjahre. Ein bekanntes Gesicht war ebenfalls vor Ort: Oskars Vater IM Jonathan Carlstedt, der mit seinem Schach-Shop Chess Tigers erneut mit einem eigenen Stand vertreten war. Auch für hochklassige schachliche Expertise war natürlich gesorgt: In Bonn stand GM Christopher Noe den Teilnehmenden zur Seite, in Potsdam übernahmen diese Rolle IM David Lobzhanidze sowie GM Robert Rabiega. Ein großer Dank gilt allen Unterstützern, die diese Veranstaltungen möglich machen – allen voran dem Hauptsponsor chessemy sowie Chess Tigers, Schachversand Niggemann, Emanuel-Lasker-Gesellschaft, ChessBase, Kasparov Chess Academy, Stempel Ernst und dem Maritim-Hotel. Dazu sagt der Vizepräsident Sport des Deutschen Schachbundes, Prof. Dr. Jürgen Klüners:
„Über die Saison gerechnet sind das ungefähr 50.000 Euro, die wir an Sponsoring bekommen. Das ist ganz, ganz wichtig, damit wir diese Veranstaltungen überhaupt durchführen können.“
Mit diesem starken Rückenwind startet die DSAM motiviert ins neue Jahr – und die nächste Gelegenheit lässt nicht lange auf sich warten: Bereits vom 30. Januar bis 2. Februar 2026 gastiert die Deutsche Schach-Amateurmeisterschaft im Maritim-Hotel Ingolstadt
Weiterlesen … Vom gelungenen Jahresabschluss zum erfolgreichen Start ins neue Jahr
04.01.2026
Dimo Werner ist tot. Der Internationale Meister verstarb, wie erst jetzt in Schachkreisen bekannt wurde, bereits im August 2025 im Alter von 73 Jahren in einem Pflegeheim. Jürgen Brustkern, der Werner gut kannte, informierte uns über seinen Tod.
Dimo Werner bestritt für die BRD insgesamt elf Länderspiele in den Jahren 1980 und 1983. 1980 in Rovinj (Jugoslawien) spielte der noch titellose Werner hinter IM Eric Lobron am zweiten Brett und blieb in seinen fünf Partien mit drei Siegen und zwei Unentschieden ungeschlagen. Die BRD gewann das Turnier vor dem favorisierten Gastgeber.Beim Mitropacup 1983 in Linz (Österreich) wurde die BRD Zweiter hinter Jugoslawien. Werner, damals bereits FIDE-Meister, spielte an Brett drei hinter den IM Stefan Kindermann und Ralf Lau. (fb)
Weiterlesen … † Dimo Werner
Carmen Voicu-Jagodzinsky setzt die Erfolgsgeschichte fort: Das Förderungsprojekt "Super Tuesday" lockte diesmal 53 Mädchen an.
02.01.2026
Teil vier des Super-Tuesday-Trainings im Rahmen des DSB-Mädchen-Schach-Förderungsprojekts U12. „Erneut sehr lehrreich und erfolgreich“, lautete das Fazit von DSB-Frauenschach-Referentin WFM Nadja Jussupow, die die Trainingsserie initiiert hat. Diesmal nahmen 53 Mädchen an der Online-Trainingseinheit mit FIDE-Trainerin WGM Carmen Voicu-Jagodzinsky teil, die hinterher von „sehr aufmerksamen und wissbegierigen“ Spielerinnen berichtete.
Weiterlesen … DSB-Trainingsprogramm, vierter Streich: Harte Taktik-Nüsse für Mädchen
Zum Warmmachen gedacht, ist das DSAM-Blitzturnier längst ein Event. Vier Tage lang feiert in Potsdam die Deutsche Amateurmeisterschaft Rekorde - und sich selbst.
02.01.2026
Der Wechsel erfolgte fliegend. Bis 11 Uhr checkten all die Gäste aus, die Silvester im Kongresshotel am Templiner See gefeiert hatten. Dann kamen die Schachspielerinnen und Schachspieler. Erst das Organisationsteam – jenes Dutzend von Schach-Enthusiasten, die gemeinsam in einer großen Ferienwohnung mit sechs Zimmern den Übergang ins neue Jahr gefeiert hatten, mit einem guten Essen, dem gemeinsamen Gucken von „Dinner for One“. Und wohlgemerkt, ohne zwischen Miss Sophie, Nudeln, Wiener Würstchen und Kartoffelsalat die Arbeit zu vernachlässigen - wie Bilder mit Laptops beweisen. Ohne Vorbereitung geht hier nix. Denn, kaum zu glauben, aber wahr: Das erste Turnier 2026 unter dem Dach des Deutschen Schachbundes lockte sage und schreibe 140 Spielerinnen und Spieler an - da musste der große Kongresssaal als Spielort her. Das als Warm-Up für die Deutsche Schach-Amateurmeisterschaft gedachte Blitzturnier ist längst vom Krabbelkind zum stattlichen Teenager erwachsen. Die 19. Auflage des Blitzturniers zeigte einmal mehr, warum das Format so beliebt ist. Oder, wie es der aus dem Strahlen gar nicht mehr herauskommende Sieger Felix Zenker am 1. Januar um 22.30 Uhr sagte: „Ich liebe Blitzschach. Ich habe zwar nach der Silvesterpartie nur fünf Stunden geschlafen – aber dieses Turnier musste einfach sein und es hat so riesigen Spaß gemacht!“
Weiterlesen … Vorsicht Blitzer! So geht es ins neue Jahr: "Locker, rasant, familiär."
23.12.2025
Zum Jahreswechsel möchten wir allen Seniorinnen und Senioren herzliche Neujahrsgrüße senden. Möge das neue Jahr 2026 voller spannender Partien, kreativer Züge und sportlicher Fairness stehen.
Wir wünschen Ihnen Gesundheit, Erfolg und viele inspirierende Momente am Schachbrett.
Weiterlesen … Neujahrswünsche und Ausblick
Sie spielt gar nicht mit und verfügt trotzdem über Beliebtheitswerte wie die Queen: Das große Interview mit der Turnierfotografin der Deutschen Amateurmeisterschaft.
22.12.2025
Sie gehört zur Deutschen Schach-Amateurmeisterschaft wie "One Night in Bangkok" vor dem Start der Runde. Man könnte auch sagen: Ingrid Schulz hat bei der DSAM Beliebtheitswerte wie einst nur Queen Elizabeth II. bei den Royal-Fans weltweit. Jeder mag die heimliche Königin der Deutschen Schach-Amateurmeisterschaft, jeder schätzt sie - und das nicht nur wegen ihrer tollen Fotos. Zeit, mit der Turnierfotografin Ingrid Schulz ein Interview zu führen - passend vor dem DSAM-Doppelpack in Bonn (ab Donnerstag) und Potsdam (ab 1. Januar). Zum Turnier in Potsdam treffen sich zehn Mitglieder des DSAM-Organisationsteams bereits am 30. Dezember und feiern dann gemeinsam in einer Ferienwohnung in Brandenburgs Landeshauptstadt ins neue Jahr hinein. „Das erste Mal machen wir das so, aber in diesem Jahr bietet sich das auch einfach an“, sagt Ingrid Schulz, das Auge der DSAM. Matthias Wolf vom DSB-Team Öffentlichkeitsarbeit hat mit der Hamburgerin gesprochen.
Weiterlesen … Ingrid Schulz, das Auge der DSAM: "Ich mag Schach auf andere Weise."
Der Schachverband Württemberg hat über eine Crowdfunding-Aktion bereits 21.000 Euro gesammelt. Die Aktion läuft jetzt noch bis Jahresende.
22.12.2025
In „Karl – das kulturelle Schachmagazin“ hat GM Matthias Blübaum dieser Tage über seine Vorbereitungen auf das Kandidatenturnier geplaudert. Die Kernbotschaft: Das Projekt steht finanziell auf festen Füßen. Dank zahlreicher Unterstützerinnen und Unterstützer – vorneweg ist hier der Schachverband Württemberg (SVW) mit seinem Präsidenten Dr. Carsten Karthaus zu nennen, der an den DSB mit der Idee zu einer Crowdfunding-Aktion herantrat. Diese Spendenaktion auf Deutschlands größter Spendenplattform betterplace.org läuft noch bis einschließlich 31. Dezember - dann endet auch das SVW-Geschäftsjahr. Und bereits jetzt sind rund 21.000 Euro zusammengekommen. „Niemals hätte ich gedacht, dass da so viel Geld zusammenkommt“, sagt Carsten Karthaus, „ich habe damals gedacht: Wir probieren das einfach mal. Ursprünglich hatte ich erwogen, wir versuchen mal 3.000 Euro zu bekommen - dann habe ich doch den Maximalbetrag eingegeben.“ Das sind 9.999 Euro. Eine Summe, die jetzt zweimal fest erreicht wurde – und nun quasi im dritten Spendenblock weiterläuft. „Wer weiß“, so Karthaus mit einem Lächeln, „was da noch passiert.“ Insgesamt ist es schon jetzt „eine viel größere Summe“ als er erwartet habe, so Blübaum: „Außerdem habe ich erfahren, dass auch der DSB eine Unterstützung für mich zahlt.“ Wie hoch diese sein wird, das wird noch festgelegt. Eines sei aber schon sicher: „Das ist für die Kosten meiner Vorbereitung schon eine extrem große Hilfe.“
Weiterlesen … Matthias Blübaum und die Mission Kandidatenturnier. "Niemals hätte ich gedacht, dass so viel gespendet wird."
Beim SC Zitadelle Spandau wissen sie genau, warum Menschen am Fest der Liebe ans Brett wollen - und ja, sie kommen teilweise von fast so weit her wie die Weisen aus dem Morgenland.
21.12.2025
Weihnachten ist das Fest der Familie. Und klar, da holt auch mancher mal das Brett und die Figuren raus und spielt im Kreis der Liebsten eine Partie Schach. Aber gleich ein ganzes Turnier? Beim SC Zitadelle Spandau in Berlin haben Weihnachtsturniere Tradition. Gespielt wird auch in diesem Jahr am 23. Dezember, dann weiter an den Tagen vor Neujahr – beim Weihnachts-Festival. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer kommen teilweise von weit her, das Turnier ist bekannt für seine familiäre Atmosphäre. Womit sich der Kreis schließt: Weihnachten, Familie, Schach. Hinzu kommt eine internationale Note. Man könnte sagen: Die Schach-Weisen aus dem, nun ja: erweiteren Morgenland... In diesem Jahr gibt es beispielsweise Starter aus Sri Lanka, von den Philippinen, aus Frankreich, Polen, Österreich und Dänemark. Matthias Wolf vom DSB-Team Öffentlichkeitsarbeit hat dazu Reinhard Giese einige Fragen gestellt. Er ist seit 2019 Vorsitzender des SC Zitadelle Spandau und bildet mit Manfred Strzeletz, Andreas Kötz und Alexander Heimann das Kern-Organisationsteam für das Spandauer Weihnachtsturnier, das übrigens nicht das einzige ist. Bundesweit gibt es weitere. Und warum sie so beliebt sind – bei der Beantwortung dieser Frage wird Giese dann auch mal sehr besinnlich. Denn es kommen auch Menschen ans Brett, denen sonst daheim die Decke auf den Kopf fallen würde.
Weiterlesen … Weihnachts-Turniere: Familie, Wärme - und Schach der Einsamkeit.