Zusammenfassender Bericht von den Deutschen Seniorenmeisterschaften 2026 beim deutschen Schachgipfel
28.07.2026
Zehn Tage lang war Dresden im Juli 2026 die Hauptstadt des deutschen Seniorenschachs. Im Rahmen des deutschen Schachgipfels wurden zwischen dem 17. und dem 26. Juli drei Deutsche Meisterschaften ausgespielt: die 38. Deutsche Senioren-Einzelmeisterschaft im klassischen Schach, die 31. Deutsche Senioren-Schnellschachmeisterschaft und die Blitzmeisterschaften der Senioren in den Altersklassen 50+ und 65+. Wer die Bilanz dieser Woche in einem Satz sucht, findet sie beim DSB-Seniorenreferenten Wolfgang Cleve-Prinz: „Was für eine Woche! 305 Seniorinnen und Senioren! Elo-Durchschnitt über 1940! Lächelnde Gesichter! Zufriedene Schiedsrichter!"
Weiterlesen … Eine Woche Seniorenschach in Dresden
Deutsche Blitzmeisterschaften beim Schachgipfel in Dresden
26.07.2026
Tag 11 beim Schachgipfel 2026 in Dresden: Nach neun Tagen klassischer Deutscher Meisterschaft ging es direkt weiter mit den nationalen Titeln im Blitzschach. Einige Spielerinnen und Spieler aus der Meisterklasse stellten sich erneut der Herausforderung und kämpften in insgesamt 23 beziehungsweise 29 Runden um die Titel der Deutschen Blitzmeisterin und des Deutschen Blitzmeisters. Dabei gab es in beiden Wettbewerben spannende Entscheidungen: Während Rasmus Svane seinen Titel in der Offenen Klasse erfolgreich verteidigte, konnte sich bei den Frauen Josefine Safarli die deutsche Blitzkrone sichern und die Deutsche Nummer Eins Dinara Wagner hinter sich lassen.
Weiterlesen … Rasmus Svane verteidigt Titel - Josefine Safarli löst Dinara Wagner ab
25.07.2026
Mit einem Sieg gegen Kateryna Dolzhykova sichert sich Jana Schneider beim Schachgipfel in Dresden ihren zweiten deutschen Meistertitel. Die 24-Jährige beendet das Turnier ungeschlagen mit sieben Punkten aus neun Partien. Im Siegerinterview spricht sie über die dramatische Schlussrunde, ein neues Gefühl der Leichtigkeit, ihre Masterarbeit und den Rückenwind für die Schacholympiade. Als Kateryna Dolzhykova ihre Hand zur Aufgabe ausstreckte, fiel die Anspannung von Jana Schneider ab. Die Schlussrundenpartie war entschieden – und Schneider wusste, dass sie zumindest den geteilten ersten Platz und damit ein mögliches Stechen sicher hatte. Doch dazu sollte es nicht mehr kommen. Am Nachbarbrett gewann Lara Schulze gegen die punktgleiche Dinara Wagner. Damit stand fest: Jana Schneider ist alleinige Deutsche Meisterin 2026.Mit sieben Punkten aus neun Partien setzte sie sich einen halben Zähler vor Lara Schulze durch. Sarah Papp wurde Dritte, Dinara Wagner belegte aufgrund der Feinwertung den vierten Platz. Schneider blieb während des gesamten Turniers ungeschlagen und kam auf fünf Siege und vier Remis. „Es hört sich noch ein bisschen unreal an“, sagte Schneider wenige Minuten nach ihrem Triumph. „Ich kann es noch gar nicht richtig glauben.“
Weiterlesen … „Noch ein bisschen unreal“: Jana Schneider ist Deutsche Meisterin 2026
25.07.2026
Ein Remis gegen Dmitrij Kollars reicht dem 18-jährigen Großmeister in der Schlussrunde zum Titel. Leonardo Costa ist Deutscher Meister 2026. Im Siegerinterview spricht er über sein bestes Turnier, mentale Stärke, die Nationalmannschaft und seinen möglichen Weg zum Schachprofi. Die Anspannung wich erst, als das Remis endgültig feststand. Leonardo Costa hatte in der neunten und letzten Runde der Deutschen Meisterschaft gegen Dmitrij Kollars genau das Ergebnis erreicht, das er für den Titel benötigte. Nach neun intensiven Turniertagen beim Schachgipfel in Dresden darf sich der 18-Jährige Deutscher Meister 2026 nennen. „Sensationell“, sagte Costa unmittelbar nach der Partie. „Ich bin sehr glücklich. Egal, wie gut man sich auf ein Turnier vorbereitet: Man kann so einen Sieg nie fest einplanen. Es gehört immer auch ein Quäntchen Glück dazu.“ Vor der Schlussrunde hatte Costa gemeinsam mit Luis Engel an der Tabellenspitze gelegen. Den Grundstein dafür legte er am Vortag mit einem wichtigen Schwarzsieg gegen den bis dahin führenden Bennet Hagner. Das Remis gegen Kollars brachte Costa schließlich auf sechs Punkte aus neun Partien und über die Ziellinie.
Weiterlesen … „Sensationell“: Leonardo Costa ist Deutscher Meister 2026
Zum Finale der Deutschen Schach-Amateurmeisterschaft in Dresden mit Promi-Status: David Riemay hat seinen eigenen YouTube-Kanal - und will die A-Gruppe rocken. Doch er weiß: "Das ist ein hartes Pflaster."
25.07.2026
Man könnte sagen: Der Mann ist auf Nummer sicher gegangen. Vier Mal ist er in dieser Saison zu Vorrundenturnieren der Deutschen Schach-Amateurmeisterschaft angetreten, gleich drei Mal hat er sich fürs Finale qualifiziert: in Hannover (Platz sieben), Travemünde (Platz drei) und Magdeburg (Platz sechs). Und da natürlich eine Qualifikation komplett ausreicht, ist er in Dresden dabei. Zum zweiten Mal Finalteilnehmer, nach 2019. Damals belegte er mit zwei Punkten Rang 31 in der A-Gruppe. „Die DSAM“, sagt David Riemay, „ist das ideale Einsteigerturnier. Ich liebe das Format auch, weil es als Fünf-Runden-Turnier am Wochenende gut mit Beruf und Familie zu vereinbaren ist. Aber“, und dann kommt der Seufzer, „die A-Gruppe ist ein sehr hartes Pflaster.“ Auch für einen wie ihn, der als der Schach-Erklärer gilt. Denn David Riemay kennen die meisten nur unter dem Namen Schachpanda.
Weiterlesen … Der Schachpanda und die DSAM: eine tierisch tiefe Zuneigung.
Runde 8 der Deutschen Meisterschaften
24.07.2026
Die vorletzte Runde der Deutschen Meisterschaften beim Schachgipfel in Dresden hat die Titelkämpfe noch einmal komplett geöffnet. In der offenen Meisterklasse übernahm Leonardo Costa mit einem Sieg gegen Spitzenreiter Bennet Hagner gemeinsam mit Luis Engel die Tabellenführung. Bei den Frauen nutzte Jana Schneider das Remis von Dinara Wagner und schloss durch einen überzeugenden Sieg zu ihr auf. Vor der Schlussrunde verspricht damit sowohl die DEM als auch die DFEM maximale Spannung.
Weiterlesen … Costa wirft Hagner zurück – Jana Schneider zieht mit Dinara Wagner gleich
23.07.2026
Spannender könnte die Schlussphase der Deutschen Meisterschaften in Dresden kaum sein. Zwei Runden vor Schluss ist sowohl in der offenen Meisterklasse als auch in der Frauen-Meisterklasse noch alles offen. Während Bennet Hagner trotz eines Remis seine Führung verteidigte, verkürzte Alexander Donchenko mit einem spektakulären Sieg gegen Niclas Huschenbeth den Rückstand auf die Spitze. Bei den Frauen behauptete Dinara Wagner mit einem Erfolg über Lisa Sickmann die Tabellenführung, doch Kateryna Dolzhykova bleibt nach ihrem dritten Sieg in Folge dicht auf den Fersen.
Weiterlesen … Damenopfer von Donchenko in Runde 7: „Die ersten 25 Züge waren Theorie“
23.07.2026
In der Kategorie 50+ bleibt nach der 7. Runde Lokalmatador Dieter Kaiser (SG Grün-Weiß Dresden) mit einem halben Punkt Vorsprung an der Tabellenspitze. Der an Nummer 12 gesetzte Kaiser hielt am Spitzenbrett mit Schwarz gegen IM Cliff Wichmann (ESV Nickelhütte Aue) remis und steht nun bei 6 Punkten, Wichmann folgt mit 5,5.
Kaisers Turnierleistung liegt bislang bei rund 2500 – über 300 Punkte über seiner Elozahl von 2166!
Weiterlesen … Kommt der neue Deutsche Seniorenmeister aus Dresden?
23.07.2026
Michael Rütten berichtet:
Am Samstag, 29.06.26 fand in der Ettlinger Schlossgartenhalle die 42. Auflage der Deutschen Blitzmannschaftsmeisterschaften statt. Der Ausrichter hatte sich anlässlich seines 100-jährigen Vereinsjubiläums um die Ausrichtung beworben. Bei Außentemperaturen um 40 Grad waren die Spielbedingungen in der klimatisierten Halle ganz hervorragend. Nach kurzen Eröffnungsworten durch Dr. Thomas Weber, den Vorsitzenden des SK Ettlingen, bedankte sich Bundesturnierdirektor Michael Rütten beim Veranstalter und allen teilnehmenden 26 Mannschaften. Hauptschiedsrichter Ege Yigit Ünsal eröffnete das Turnier mit Freigabe der ersten Runde.
Weiterlesen … SC Remagen-Sinzig verteidigt Titel souverän.
Blickpunkt Schachgipfel, Deutsche Amateurmeisterschaft: Rebekka Schusters Tag hat mehr als 24 Stunden. Das muss so sein, weil sich in ihrem Leben vieles um Schach dreht - seit dem ersten Lebensjahr.
23.07.2026
Wer Rebekka Schuster googelt, der bekommt exakt jenen Eindruck von ihr, den sie selbst so beschreibt: „Ich glaube, mein Tag hat mehr als 24 Stunden.“ Das gilt für ihr Berufsleben – aber auch für ihr Hobby: Schach. Sie ist der Prototyp der vielfältig aktiven Schachspielerin und -funktionärin. Die Leidenschaft für den Schachsport wurde ihr quasi in die Wiege gelegt. „Mein erster Schachausweis wurde mir ausgestellt, als ich ein Jahr alt war“, sagt sie und lacht: „In dem Alter sitzt man natürlich nur da und bewegt die Figuren.“ Die Figuren bewegen, wesentlich zielsicherer als damals, wird sie auch beim Schachgipfel in Dresden. Rebekka Schuster, 41, von der SG 1871 Löberitz hat sich fürs Finale der Deutschen Schach-Amateurmeisterschaft qualifiziert. Beim DSAM-Turnier in Travemünde. Als sie danach nach Hause kam, standen ihre Töchter Clara und Isabell, beide auch Schachspielerinnen, 15 und 17 Jahre alt, schon an der Eingangstür und empfingen die erfolgreiche Mama mit „Finaaaaaale“-Rufen.
Weiterlesen … Zwischen Schach-Museum, Marathon, Bundesliga - und DSAM-Finale
23.07.2026
Am 20. Juli fanden sich im Orgbüro der Volunteers insgesamt 14 Schachfreundinnen und Schachfreunde zum K.-o.-Löseturnier ein, das im Rahmen des Schachgipfels in Dresden ausgetragen wurde. Gelöst wurde nach dem Ausscheidungssystem: Alle Teilnehmer erhielten dieselbe Zweizüger-Aufgabe gleichzeitig vorgelegt und mussten den Schlüsselzug – den ersten Zug von Weiß – so schnell wie möglich per Buzzer anzeigen. Eine richtige Antwort brachte einen Punkt, eine falsche ging automatisch an die Gegnerin oder den Gegner. Von Runde zu Runde stiegen die Anforderungen: Achtel- und Viertelfinale wurden im Modus „Best of 3" gespielt, das Halbfinale „Best of 5" und das Finale schließlich „Best of 7".
Weiterlesen … K.-o.-Löseturnier „Matt in 2 Zügen" – ein voller Erfolg
Runde 6 der Deutschen Meisterschaften bringt neue Dynamik in die Tabellen
22.07.2026
Die sechste Runde der Deutschen Meisterschaften brachte in beiden Meisterklassen wichtige Weichenstellungen. In der offenen Klasse verteidigte Bennet Hagner mit einem Remis im Spitzenduell gegen Luis Engel die Tabellenführung. Bei den Frauen endete die Siegesserie von Titelverteidigerin Dinara Wagner: Kateryna Dolzhykova fügte der Favoritin die erste Niederlage des Turniers zu und machte das Rennen um den Titel wieder völlig offen.
Weiterlesen … Dolzhykova gewinnt gegen Wagner - Hagner und Engel teilen Punkt im Topduell
Teil 1
22.07.2026
In unserer schnelllebigen Zeit ist fast schon in Vergessenheit geraten, dass sich Alireza Firouzja bei der Bukarester Etappe der Grand Chess Tour im Mai den Knöchel verletzte, was einen Gehstiefel erforderte. Er spielte noch zwei Partien vom Bett eines Hotelzimmers aus, trat dann aber vom Turnier zurück. Das rief in den Schachmedien nicht zuletzt wegen der ungewöhnlichen, entfernt vergleichbaren Fotos Erinnerungen an Tilburg 1985 wach. Tony Miles bestritt damals wegen Rückenproblemen den Großteil seiner Begegnungen auf einer Massagebank liegend und wurde trotz dieses Handicaps geteilter Turniersieger.
Weiterlesen … Von Tilburg 1985 nach Bukarest 2026:
Metamorphose oder McDonaldisierung?
Die Kolumne von Raj Tischbierek
Bennet Hagner führt nach seinem Sieg gegen Niclas Huschenbeth erstmals allein die Meisterklasse an.
21.07.2026
Die fünfte Runde der Deutschen Meisterschaften brachte eine Vorentscheidung im Kampf um die Tabellenführung – zumindest vorläufig. Bennet Hagner bezwang Niclas Huschenbeth und ist mit 4 aus 5 Punkten nun alleiniger Spitzenreiter der offenen Meisterklasse. Bei den Frauen marschiert Titelverteidigerin Dinara Wagner derweil weiter souverän vorneweg und vergrößerte ihren Vorsprung auf einen ganzen Punkt.
Weiterlesen … „Ich hätte nicht erwartet, nach fünf Runden mit vier Punkten das Turnier anzuführen.“
Zwischenstand nach fünf von neun Runden
21.07.2026
Heute möchte ich nicht mit den Zwischenständen der Seniorenmeisterschaften beginnen, sondern aus einer Mail zitieren, die uns ein Teilnehmer zugesandt hat. "…zunächst möchte ich mich herzlich für die hervorragende Organisation und den reibungslosen Ablauf der Deutschen Senioren-Schnellschachmeisterschaft bedanken. Das Turnier war ausgezeichnet vorbereitet, und ich habe mich während der gesamten Veranstaltung sehr wohl gefühlt.“ Die Bilder vermitteln einen Eindruck davon, was die Schiedsrichter Tag für Tag bei einem Turnier mit über 300 Teilnehmern leisten.
Weiterlesen … Halbzeit bei den 38. Deutschen Senioren-Einzelmeisterschaften in Dresden